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Bitte besuchen Sie deshalb unsere Rubrik “Handel und Wandel“.

  • Ökologische Schulungen für Kleingärtner*innen in Hannover

     Mit ökologischen Schulungen will der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün im Rahmen des Projekts „Städte wagen Wildnis“ Kleingärtner*innen dazu anregen, sich stärker mit dem Thema des naturfreundlichen Gärtnerns auseinanderzusetzen und eigene Projekte in ihren Gärten umzusetzen. Es sind noch einige wenige Plätze frei. Die Themen und Termine sind:

    • 15. September, 19 bis 20.30 Uhr: „Die Natur ist der bessere Gärtner – Vermehrung von Wildstauden im eigenen Garten“ mit Franziska Becker (Online-Vortrag);
    • 22. September, 16 bis 18 Uhr: „Wildes Gärtnern mit Kindern“ – eine Exkursion in den Modellgarten der „Gartenpiraten KGV Tiefland“ (Vereinsheim, Kleingärtnerverein Tiefland)
    • 29. September, 16 bis 18 Uhr: „Artenreiche wilde Wiesen und ihre Bedeutung für die Tierwelt“ – Anlage einer Wildblumenwiese im Projektgebiet „Im Othfelde“ (Vereinsheim KGV Abendfrieden)

    Die Teilnehmer*innenzahl an den Schulungen ist begrenzt, eine Anmeldung per E-Mail unter wildegaerten@web.de (Jan Herren) möglichst bis zwei Tage vor Veranstaltungstermin ist deshalb erforderlich.

    Das Projekt „Städte wagen Wildnis“ wird durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert.

    Zu dem Thema möchte ich noch eigene Erfahrungen beisteuern: Für meine Naturgruppe in der Grundschule Goetheplatz hatte ich auf eigene Kosten einen Kleingarten im Verein Steintormasch angemietet. Wir bauten dort eine kleine Hütte aus Weidenruten und es ging genauso wild zu, wie es das Bundesamt für Naturschutz nun fördert.

    Aber die anderen Kleingärtner:innen beargwöhnten das Projekt mit Argusaugen. Jeden Abend lauerte mir eine Nachbarin auf, um mich zu belehren: Mein Hochsitz (für mich das "Teehaus") sei nicht erlaubt, die Randsteine müssten Unkrautfrei sein und so weiter und so weiter. Täglich neue Schikanen. Und äußerst großzügig gebrauchten die angestammten Kleingärtner Pestizide, genauso wie LüttjeLagen und ähnliches auf den Gartenfesten.

    Inzwischen hat sich hinzukommende Gleichgesinnte wie Erwin Jordan das Bild dort gewandelt. Weitere Schulen haben ein Experimentierfeld bekommen, und sicher nicht auf Kosten der Mütter wie bei mir. Denn Kleingärtnern ist ein Luxus, den sich keinesfalls jeder leisten kann. Die Pacht, das Gartenhäuschen, Geräte, bei manchen sogar entartet in Swimmingpool-Landschaften, all das kostet eine Menge Geld...ip



     

  • Aus Goslar kommt Gutes

    Am 11.September vor 20 Jahren rief meine Tochter vom Dachboden, wo der Fernseher stand: "Könnt ihr mal kommen, es ist etwas passiert."
    Sie war selbst noch als Touristin aufs World Trade Center gekommen, auch ins Pentagon. Die reiselustige frühere Gouvernante einer Pastorenfamilie aus Marburg hatte dazu eingeladen.
    Wer bekam keine Psychose nach Nineleven? 
    Mit blanken Nerven stürzte ich später zu einem Vortrag des Vereins für Geschichte des Weltsystems, zu dem Prof. H. H. Nolte Barsinghausen, den FriedensForscher Johan Galtung eingeladen hatte.
    Galtung war mein Lichtblick in der Dunkelheit. Frech und direkt machte er sich ueber die Dummheit von Außenministern lustig und hielt auch auf meine Nachfrage einen "selbstgemachten" Anschlag nicht für völlig ausgeschlossen.

    Mit meinen City-Ihme-Zeitungen und dem Kulturmagazin mittendrin war ich stets erfolglose Ruferin in der Wüste. 
    Nun legte ich daraufhin meinen Leitartikel mit Aufruf zum Ungehorsam gegenüber Bush der KanzlerFamilie guerillamaessig vor die Füße und konnte so einen wichtigen Beitrag leisten. Ein Glücksfall, so etwas lässt sich nicht planen. 

    Jutta Ditfurth in ihrem Buch "Zeit des Zorns":  #Gysi versprach der SPD, nicht an Demos gegen Irakkrieg teilzunehmen. 3 PDS-Abgeordneten wurde Transparent "Mr. Bush, Mr. Schröder, stop your wars" aus den Haenden gerissen." 
     
    Mein opportunistischer Mitbewohner hatte mich noch von dem Vortragsbesuch abhalten wollen, aber es zog mich wie magisch dorthin. Auch die durch Galtungs Vortrag angeregte Verweigerung der Teilnahme am Irakkrieg in meiner Zeitung fand er inakzeptabel. Man müsse dem Bush doch helfen (genauso schrieb es die damalige CDU-Vorsitzende Merkel an den amerikanischen Präsidenten und siehe Schröder-Rede unten). 

    Nein, sagte Galtung, man muss nicht. 
    Das "Treue Volk" koenne die Gefolgschaft verweigern. Und ich publizierte es zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Denn Global denken, regional handeln, war schon immer das Motto meiner Medienwerkstatt www.regionalmedien.de

    Aufgrund seiner mangelnden innenpolitischen Erfolge verkündete Kanzler Schröder schließlich am "Geburtstag seiner Frau Doris", in meinem Geburtsort Goslar, Deutschlands Nichtteilnahme am Irakkrieg. Danke Doris!!!
    Den Friedensnobelpreis für Europäer 2012 haben wir uns als Kette des Guten geteilt. 
    Ingeburg Peters 
     
     
     
    Keine Fotobeschreibung verfügbar.
     
     





  • Zukunftsaengste: Kommt statt der weggesaegten Riesentanne nun 5G in den Hinterhof?
    Der 5G-Netzausausbau ist dadurch geprägt, dass nicht nur neue Funkmasten bzw. die Erweiterung bestehender Funkmasten benötigt werden, sondern insbesondere vermehrt kleinere Netzstrukturen aufgebaut werden müssen. Eine Schlüsseltechnik des 5G-Ausbaus sind kleine Funkstationen mit geringerer Sendeleistung und kürzeren Reichweiten als klassische Mobilfunkstationen, sogenannte Smart Cells. Allerdings gibt es für größeren Bedarf auch stärkere Sendeleistungen. 
    Grundsätzlich fallen Mobilfunkanlagen als bauliche Anlagen unter § 2 Abs. 1 der Landesbauordnungen. In den allermeisten Landesbauordnungen ist eine Baugenehmigung nur dann erforderlich, wenn die Anlage eine Höhe von 10 Metern überschreitet. Für Smart Cells bedarf es daher keiner 
    Baugenehmigung. 
    Ein Widerspruch bzw. eine Anfechtungsklage eines Dritten, der nicht Adressat der Baugenehmigung ist, ist nur dann zulässig, wenn dieser geltend machen kann, durch die Baugenehmigung in seinen Rechten verletzt zu sein. 
    Der Dritte muss zum einen Nachbar sein, zum anderen bedarf es der Verletzung einer drittschützenden Vorschrift.
    Im Bereich von Mobilfunkanlagen kommen drittschützende Normen im Baurecht und vor allem im Immissionsschutzrecht in Betracht. Ip
     
     



  • #Corona-#Sommer-Impression mit blütenweisser Tischdecke
    Gerade Eltern von Kleinkindern brauchen manchmal eine Pause vom drohenden #Weltuntergang. Wohl denen, die einen Innenhof haben. Ipfoto

  • wodarg.com: Der Test ist die Seuche

    Lassen Sie sich nicht ablenken

    So langsam werde ich der Diskussionen um künstliche, oder natürliche, oder gar keine Viren überdrüssig. Seit vorigen Sommer habe ich immer wieder geschrieben und gesagt, dass es jetzt völlig wurscht ist, was in den ohnehin verbotenen „Gain of Function“  -Laboren erzeugt wurde. Gefährliche Viren sind epidemiologisch ungefährlich! Ein Virus, welches seine Wirte außer Gefecht setzt, limitiert dadurch seine Ausbreitung selbst.

    Labormonster sind höchstens geeignet, kurzfristig dramatische Bilder zu erzeugen. Aber dafür reichen auch Hydroxychloroquin, Remdesdivir, Beatmung von 80jährigen oder andere tödliche Experimente, wenn die Medien sie aufblasen.

    Wir wissen es doch inzwischen: Der Test ist die Seuche. Die an sich interessante Diskussion um Virusvarianten oder ihre Wirkungen auf unsere Gesundheit ist jetzt vertane Zeit. Wir erleben seit langem keine virusbedingten Seuchen oder gar Pandemien, sondern Versuche, die massenhafte Anwendung von Gentechnik an Menschen mit verheerenden Folgen zu rechtfertigen und einzuführen oder gar Versuche einer versteckten Bevölkerungskontrolle.

    Die Diskussion um Viren dient dazu, uns von diesen Verbrechen abzulenken. Sie soll uns auch ablenken vom Versuch einer totalitären Kontrolle und einer unverschämten Ernte unserer intimsten Daten durch Regierungen und ihre „Freunde“ bei den großen Datenkonzernen.

    Das was gespritzt wird, ist so dosierbar, dass das Narrativ um die Viren und deren Gefährlichkeit möglichst lange weitergehen kann.

    Wenn wir nicht aufpassen, werden wir alle zu Opfern von Wahnsinnigen mit viel Geld und von jenen, die wahnsinnig hinter deren Geld hier sind.

    Mir erscheint es richtig, dass jetzt überall in Italien, Frankreich, Polen, England, Deutschland und vielen anderen Ländern die Menschen sich nicht durch Impfausweise oder Grüne Pässe in eine neue Apartheid treiben lassen. Geimpfte und Ungeimpfte sollten dieses Verbrechen gemeinsam beenden.


  • Der Harz ist tot
    "Jetzt sind wir so weit gefahren+bekommen keinen Parkplatz", ist jemand enttäuscht.Diese Leute bestaunen, dass der #Harz tot ist,der von der #FAZ noch als Urlaubsziel genannt wird-die warn wohl länger nicht dort.Ipfotos



    Der Mann beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen"...(Albert Schweitzer). Wo einst die Hohen Tannen prangten, benutzen Kuenstler Zitate von Goethe+Schweitzer für ihre Skulpturen. Zu spät. Die Fakten sind brutal. 



    Die toten #Fichten im #Oberharz sehen in der Sonne wie mit Aluminum besprüht aus. Wird es genauer wissenschaftlich untersucht,ob wirklich nur die #Borkenkaefer das Unheil angerichtet haben? Gewaltige Raeumungsmaschinen haben jetzt jedenfalls freie Fahrt+ #Mountainbikerpest. 


    Nirgendwo ein schattiges Plätzchen. 


    Das Gebirge meiner Vorvaeter, wo meine Urgroßmutter einen schwungvollen Holzhandel betrieb, bis sich die Peters vom Berge mit den Peters vom Bache zerstritten, ist nur noch Brennholz und Bikerpiste. 
    Die Natur ist selbst im Sterben noch schön. 



    Umleitung Kaiserweg: Für Riesenreifen wurden jetzt die einst romantischen
     Wanderwege gesperrt und Schotter gestreut. 






  • 1,3 Millionen Tonnen Munition allein auf dem Gebiet der deutschen Nordsee 2018 nahm das internationale und interdisziplinär arbeitende EU-Forschungsprojekt „North Sea Wrecks“ (NSW) unter der Leitung des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte seine Arbeit auf. Die Wissenschaftler:innen gehen der Gefährdung der Meeresumwelt durch Kriegswracks und Munition buchstäblich auf den Grund. Allein im deutschen Teil der Nordsee sind es Schätzungen zufolge rund 1,3 Millionen Tonnen Munition, aus denen durch Korrosion gefährliche Schadstoffe austreten können.
    Die mobile Schau „Toxic Legacies of War – North Sea Wrecks“ präsentiert erste Ergebnisse des Projektes und ist während der „Maritimen Tage“ vom 11. bis 15. August in Bremerhaven vor dem DSM zu sehen, bevor sie bis Herbst 2022 durch die Partnerländer Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Norwegen und Belgien tourt.


  • Raser sein geht auch ohne Auto #Hannover. #Wochenende #Radfahren lebensgefährlich. Die Herren der Schöpfung rasen wie die gesengten Säue. Vor allem an den Ab-+Einbiegestellen der Brücken, z. B. an der Bastion sind auch Fussgaenger extrem gefährdet... Mit viel Plastikeinfuellungen unter den neuen Radwegen werden die #Raser von der Kommune begünstigt
     
     
     
  • Die Erde wird in eine Maschine verwandelt

    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist,dass in den Bergwerken in tausenden von Jahren entstandene #Bodenschätze "abgetrieben" werden. Auch die Wandlung eines #Embryos in 9 Monaten im Bauch der Mutter soll moeglichst beschleunigt werden. Das ist hypertrophes Kaputtmachen
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist, dass das weibliche Geschlecht in männlichen Geist umgewandelt wird. In Wirklichkeit läuft in Frauen ununterscheidbar Materie/Geist/Seele als ein einziger Vorgang ab.+wurde zur Ressource männlicher Schaffenskraefte entmachtet. 
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist,dass primitive Kriege Hochkulturen überrannt haben. Durch Abstraktion (von der Einheit zur Trennung),Leugnung, Beschleunigung+Zerstörung wird die freundlich liebende Verbundenheit als Zyklus alles Seienden dichotomisiert
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise, ist, dass Männer durch #Züchtung von Menschen ohne Geburt aus dem weiblichen Leib ohne Mütter #Vater werden wollen. Aber das Leben kommt aus den Frauen +der aeusseren Natur. #Materie wird unterworfen+ist nur noch Quantität
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist, dass Gentechnik, Atomspaltung, Krieg die natürlichen Lebensgrundlagen durch künstliche zu ersetzen versucht, nach dem Motto"Wir Männer sind die Besseren",machen alles besser.Wir können aber nicht ohne Natur existieren.
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist,dass die Erde in eine Maschine verwandelt wird. Durch Abschaffung der Natur+der Mutter wird unnatürliche Herrschaft legitimiert. Es findet eine Verkehrung im Kopf,Handeln,Fühlen,Wollen statt.Weisheiten werden umdefiniert
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der #Krise ist,dass nicht akzeptiert wird,was von sich aus da ist, dass wir empfindsame Wesen sind. #Burnout entsteht, weil die Menschen nichts Vernünftiges schaffen dürfen. Die Leute haben ihre Seele verloren. Natur wird abgeschafft. 
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist der Verlust von Vielfalt,die der Mensch im Matriarchat findet.Dort unterdrückt niemand den anderen. Im Patriarchat muss der Mensch umgemodelt werden,umgepolt, eingestampft +neu geschaffen für eine miserable Gesellschaft
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist die Zerstörung der Schöpfung durch die Herren Kriegsfuehrer.Sie haben aus der angeblich wertlosen+totenNatur ein Geschäft gemacht.Der moderne Ökonom schafft aus abgeholztem Baum "Wert",dabei ist der lebende Baum wertvoll. 

  • Kleine Historie des trauten Heims...
    Home - sweet home? 

    #Patriarchat. Es gibt Sachen, die gibt's gar nicht. Oder doch?
    Habe das Konvolut "At Home"  von der #Randomhouse-Group schon länger zur Rezension liegen und erst jetzt hineingeschaut. Was Bill Bryson (www.billbryson.co.uk) da als "Short History of private life" zusammengetragen hat, wie Dienstboten geschlagen, die Frauen routinemäßig vergewaltigt, und auch getötet wurden, wirft ein Schlaglicht aufs sogenannte "Daheim" als das eigentliche Schlachtfeld des Mannes.
    Diese Buchseite zeigt Hanna Culwick, als 8jährige bis zu ihrem 65.Lebensjahr "Angestellte" von Arthur Munby, ihrem fotografierenden Chef, der sie heimlich heiratete. Wenn Besuch kam, schlief sie in der Küche, sonst im Ehebett. Von 7 Uhr bis in die Nacht schuftete Hanna Culwick täglich im Dreck, schaffte es aber dennoch, im Gegensatz zu den meisten Hausangestellten, 40 Jahre lang Tagebuch zu führen. Danke dafür, im Namen aller Frauen. Ip
    My home is my castle? Beachtet die verschlossene Kette um ihren Hals. 


  • Alles träumt vom Urlaub unter Palmen?
    „Es wandelt niemand ungestraft unter Palmen“ heißt es in Goethes Wahlverwandtschaften. Keiner ist nach dem Aufenthalt in der Fremde mehr der, der er war.
    Vor allem dann nicht, wenn er beginnt, sich für diese schönen Pflanzen zu interessieren…
    Befragte vor Jahr und Tag den Fachmann für aride Gebiete und Palmologen Günter Kunkel, Almeria, dem aufgrund fehlender akademischer Titel die Leitung des Botanischen Gartens von La Orotava, Teneriffa, verwehrt blieb, der mir aber im allseitigen Einverständnis kostenlos ein Interview mit Carl Friedrich Piepenburg zum Thema zur Verfügung stellte.
    „Palmen gehören seit prähistorischer Zeit zu den ältesten Pflanzengattungen dieser Erde. Sie sind viel mehr als nur romantischer Vordergrund für Urlaubsfotos. 
    Die Palme ist mit Gräsern enger verwandt als mit Bäumen. 
    Palmen und Gräser sind die größten Ernährer des Menschen. Palmen mit ihren Inhaltsstoffen an Kohlenhydraten und Fetten liefern alles, was der Mensch wirklich braucht. Millionen Menschen leben von Palmfrüchten, -säften und –mark, uns als Sago bekannt.

    Zwar ist der Palmenstamm kein richtiges Holz, aber er ist zum Häuserbau trotzdem bestens geeignet. Er ist so zäh wie ein dickes Bündel isolierter Stahlkabel. Die Fasersubstanz kann zur Herstellung von Papier benutzt werden, die Blattstiele eignen sich als Dachsparren. Pettigrohr, ein Palmprodukt, ist bekanntlich für Flechtwerk von Stühlen, Tischen und Bänken ebenso gut geeignet wie unsere gute alte Weide.

    Und was lässt sich nicht alles aus Kokosnüssen machen! Fast alle roten Teppiche, die für die Prominenten dieser Welt ausgerollt werden, sind aus Kokosfasern, der „Wolle“, in der die Kokosnuss verpackt ist.

    Es ist schon etwas dran, dass Alexander von Humboldt einst die Palmen zu Königinnen des Pflanzenreiches ernannte. 
    Palmen treten von Natur aus einzeln auf. Es gab sie schon, als es Klatschmohn, Sonnenblume und Trauerbirke noch nicht gab. Die Palme hat es nicht nötig, wie eine luxuriöse Blüte zu wirken, sie wirkt als Gesamterscheinung.
     Jedes Jahr legt das Gewebe, das wir Holz nennen, ringsum eine Schicht zu. Sie bildet in ihrer Jugend erst die Stammdicke, ca. einen Meter in 10 Jahren. Dann erst geht es mit jedem Wedel in die Höhe, bei gleichem Durchmesser. Das Alter einer Palme ist daher nur an ihrer Höhe einigermaßen bestimmbar. Bei den meisten bekannten Art ist mit etwa 30 Metern das Ende erreicht. Was rings um Mittelmeer wächst, vornehmlich Phoenix dactylifera und Phoenix canariensis, also Dattel- und Kanarenpalme, wird im günstigsten Fall 150 Jahre alt.
    Kunkel ist auf den Kanaren „auf die Palme“ gegangen, um gegen Verpflanzaktionen zu kämpfen. Sie wurden einfach aus dem Boden gerissen und in den neuen Fremdenverkehrszentren eingegraben. Die Wurzeln konnten nicht abtrocknen, deshalb verfaulten sie von unten her.
    Wenn Sie vor irgendeiner Feriensiedlung oder einem Hotelneubau verdorrte Palmen sehen, können Sie sicher sein, dass Sie auch als Urlaubgast schlecht behandelt werden.

    Hab noch ein schönes Zitat (ip) : There is something extraordinarily touching and beautiful to see palm trees, black against the burning sky, among the rice fields; it was not that the scene was romantic or sentimental or picture post-cardish; probably it was all this but there was an intensity and a sweeping dignity and delight in the earth itself. (Mystiker Jiddu Krishnamurti) 



  • Warum gilt das nicht für die #Massentierhaltung? welch eine Heuchelei

    § 2 Tierschutzgesetz:

    „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnisse entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden, muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“


Ich = Ich + Du

Ich = Ich + Du

Jedes private Besitztum ist mit einer sozialen Hypothek belegt…

 

Von Unica Peters

 

Die hispanische Befreiungstheologin und Feministin Ada María Isasi-Díaz über „Solidarity – The Social Contract of the 21st Century“.

Prof. Isasi-Díaz verdeutlicht anhand der Leitwerte der französischen Revolution –liberté, égalité, fraternité die Notwendigkeit von Solidarität.

Der auf das Prinzip der Solidarität verweisende Wert der Brüderlichkeit ist laut Isasi-Díaz als einziger der drei Begriffe in unserer westlichen Welt nicht als Gesetz kodifiziert worden. Dabei ist Solidarität in Zeiten der Globalisierung unabdingbar, um Gerechtigkeit zu erreichen. Verstanden ist Solidarität hier als gemeinsame Verantwortung und gemeinsame Interessen. Bedürftige und Besitzende sind intrinsisch miteinander verbunden; Menschen sind soziale Wesen.

Wir gehen moralisch und auch wirtschaftlich zugrunde, wenn wir uns von den Menschen der „Dritten Welt“ nicht zum Nachdenken über unseren Lebensstandard herausfordern lassen. Zu ihnen stehen wir in einem beidseitigen Abhängigkeits-Verhältnis.

Wir tragen Verantwortung füreinander und haben Anspruch auf gegenseitige Unterstützung. Deswegen geht Solidarität ihrer Struktur nach deutlich über Wohltätigkeit hinaus, auch wenn Letztere nichts Schlechtes ist.

Solidarität bedeutet nicht, zu applaudieren, wenn Unterdrückte

für ihre Rechte kämpfen. Solidarität bedeutet, sich den kritischen

Anfragen und den Forderungen nach Unterstützung, mit denen

sie sich an uns Privilegierte wenden, zu stellen.

Dass die Armen und Schwachen dieser Welt solche Erwartungen

und Wünsche haben, beschrieb Ada María Isasi-Díaz am Beispiel

einiger katholischer Nonnen in einem ländlichen Teil Südamerikas,

die sie auf einer Reise besuchte.

Kurz vor der Abfahrt berichteten die Frauen, ihnen fehlten die Mittel,

um ihre jungen Schutzbefohlenen für die Schule auszurüsten.

Sie begnügten sich nicht damit, für ihr Engagement gelobt zu werden,

sondern sie baten Frau Isasi-Díaz, ihre persönlichen Möglichkeiten

der Unterstützung auszuschöpfen. Daraus wurde ein Spendenappell,

der einige Mittel einbrachte.

Das Entscheidende an der Situation war die gleichberechtigte Begegnung.

Spenden zu sammeln oder Protestbriefe zu schreiben ist kein Akt der

Güte und Muße, sondern das Eingeständnis, mit dem Rest der Welt verbunden zu sein.

Unser Ich ist nicht vollständig ohne ein Du.

Ohne unser Gegenüber sind wir nicht wir selbst.

Arme und unterdrückte Menschen existieren nicht unabhängig

von unserer Situation. Weil wir wir sind, sind sie sie.

Dabei gilt zu bedenken, dass Armut ein politisches Problem ist.

Wir haben uns unsere Privilegien nicht mit eigener Hand genommen.

Aber um wir selbst zu sein und uns selbst zu erkennen, müssen wir

uns unserer privilegierten Lebensumstände bewusst werden und

die Konsequenz daraus ziehen:

Wir sind moralisch dazu verpflichtet, Verantwortung für unseren

Reichtum zu übernehmen und uns für die Anliegen der Armen zu öffnen.

Die „Occupy“-Bewegung in den USA etwa hat die Diskussion über

den Kapitalismus verändert, und Frau Isasi-Díaz sympathisiert

mit der Idee einer „Occupy Faith“-Bewegung, die eine ähnliche

Gesellschaftskritik zugunsten eines fairen Miteinanders ins

Zentrum des christlichen Glaubens stellt.

Dem neoliberalen Trend der Privatisierung stellt sich

zum Beispiel die US-Finanzexpertin Elizabeth Warren entgegen,

die auch eine 2010 von Präsident Barack Obama bewilligte

Verbraucherschutzbehörde für Finanzprodukte durchsetzte.

Schließlich fahren auch Millionäre, die sich aufgrund ihrer

finanziellen Mittel als über staatliche Versorgungssysteme

erhaben fühlen, auf Straßen, die mit Steuergeldern finanziert wurden.

Frau Isasi-Díaz erwähnte in diesem Zusammenhang auch die

Äußerung Johannes Paul des II., jedes private Besitztum sei mit einer sozialen Hypothek belegt.

Wie soll nun eine Befreiung aussehen?

Eine gesunde, solidarische (Welt-)gesellschaft zeichnet sich

für die Vortragende aus durch „fullness of life“.

Dies entspricht dem, was Indigene in Südamerika unter

el buen vivir verstehen: Gut (als Adverb verstanden!) zu leben

bedeutet demnach, dass Menschen, Gemeinschaften und

die Natur in Harmonie leben, einander respektieren und keine Gewinne

auf Kosten der anderen Mitglieder der Gemeinschaft anstreben.

Auch im Königreich Bhutan setzt man dem Gewinnstreben

andere Werte entgehen: statt dem Bruttosozialprodukt

ist hier das aus vier Säulen und acht Indexen basierende Prinzip des

„Bruttosozialglücks“ Maßstab für Glück und Zufriedenheit.

Das Beispiel des nach westlichen Maßstäben wirtschaftlich

unter­entwickelten Königreichs Bhutan wirft außerdem

die Frage nach Sinn und Ziel von Entwicklungspolitik,

und Entwicklungszusammenarbeit als Alternative, auf.

Martha Nussbaum, Philosophin und Professorin

für Rechtswissenschaften und Ethik an der University of Chicago,

entwickelte in diesem Bereich in den 1980er Jahren gemeinsam

mit Amartya Sen den „Fähigkeiten-Ansatz“,

der Fähigkeiten (im Sinne von substantiellen Freiheiten wie einem

langen Leben, Beteiligung an wirtschaftlichen Transaktionen

und politischer Teilhabe) als konstitutive Bestandteile

von Entwicklung ansieht und Armut als Entzug von Fähigkeiten definiert.

Die von Isasi-Díaz aufgegriffenen Themen zeigen,

dass Solidarität auf der Ebene der Werte und Maßstäbe ansetzen muss.

Solidarität entsteht und wird notwendig, weil wir soziale Wesen sind.

Sie ist ein menschlicher, kein allein christlicher Wert.

Die anfangs erwähnte, beidseitige Beziehung zwischen

Angehörigen der Ersten und der Dritten Welt braucht

keine Intimität oder Vertrautheit, um funktionieren zu können.

Auch aus Gebieten, die weit von uns entfernt sind, erreichen

uns Botschaften, Ansprüche und Erwartungen.

Wir wissen um die Verknüpfungen unseres Wohlstandes

mit der Armut in der Welt. Wenn wir unserer Verantwortung

gerecht werden wollen, können wir

keinen „individuellen“ Weg gehen und uns

der beidseitigen Beziehung entziehen.

Aber auch in unterprivilegierten Gruppen entsteht

Solidarität nicht automatisch. Isasi-Díaz berichtete

hier von Latinas in den USA, die sich aufopfern,

um ihren Kindern den Besuch Oberschule oder

sogar der Universität zu ermöglichen.

Die nun gebildeteren Kinder schämen sich oft

für die Einfachheit ihrer Mütter, anstatt ihnen dankbar zu sein.

Als Einwanderer zweiter Generation meinen sie,

sich in die Erste Welt einkaufen und anpassen zu müssen.

Häufig entwickeln sie erst mit Heirat und Familiengründung

ein Bewusstsein dafür, dass ihre eigene Stellung

auf der Unterstützung der Müttergeneration beruht.

Im Sinne der Solidarität wäre es für diese jungen Amerikaner wichtig,

sich weiterhin in ihrer Herkunftsgemeinschaft verwurzelt zu sehen

und zu versuchen, dieses Prinzip der gegenseitigen Hilfe in ihrem

neuen gesellschaftlichen Umfeld zu etablieren.

 

Natürlich können wir nicht in allen Lebensbereichen gleichermaßen

Verantwortung für unsere Privilegien übernehmen und uns

solidarisch mit den sozial und wirtschaftlich Unterdrückten zeigen.

Aber wir können Schwerpunkte in einigen Bereichen setzen.

Auch unser Leben im materiellen Sinn zu vereinfachen kann helfen,

das „wir“ zu entdecken.

An dieser Stelle kommt eine wichtige Frage auf: Wie sollen

wir mit den Unterdrückern, den Reichen, umgehen?

Frau Isasi-Díaz stimmt zu, dass dies ein heikler Punkt sei.

Sie wies darauf hin, dass es auch unter den Superreichen Menschen gibt,

die sich in der Verantwortung sehen, etwa Warren Buffet und Bill und Melinda Gates,

die seit Jahren nicht nur die Zinsen, sondern auch die Substanz

ihres Vermögen in private Wohltätigkeitsstiftungen investieren.

Generell wird es aber wohl schwer sein, den Superreichen zu vermitteln,

dass sie den Rest der Gesellschaft (also sowohl uns als Mittelschicht,

als auch die Ärmsten) brauchen.

Ada María Isasi-Díaz bezeichnet sich denn auch ganz offen

als historische Utopistin, die fest an das „Wir“-Gefühl glaubt, weil sie es z.B. in indigenen Gemeinschaften erlebt hat.

Ada María Isasi-Díaz ist Prof. em. für Ethik und Theologie

an der Drew University, New Jersey.

Kontakt: aisasidi@drew.edu.

Homepage: http://users.drew.edu/aisasidi/.

Ihr neues Buch, das die im Vortrag vorgestellten Ideen entwickelt,

wird 2013 unter dem Titel Justicia:

A Reconciliatory Praxis of Care and Tenderness bei der Fortress Press erscheinen.


[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Conacami, Abschnitt „Mission and Vision“,

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Bhutan,

Abschnitt „Wirtschaftliches Gefälle“, abgerufen ab 10.01.12.

Berichte über Bhutan gibt es laut Isasi-Díaz regelmäßig auf aljazeera.com.

[4] http://en.wikipedia.org/wiki/Martha_Nussbaum, Abschnitt „The Capability approach“,

Frau Isasi-Díaz empfiehlt hierzu auch Nussbaums 2000

bei der Cambridge University Press erschienenes Buch Women and Human Development.

Making Sex Revisted

Journalistisch hochinteressant fand ich vor einiger Zeit einen Artikel in der Hauszeitung der Medizinischen Hochschule Hannover, dass jährlich durchschnittlich 20 Geburten ohne genaue Geschlechtsbestimmung dort stattfinden (allein schon dort 20!). So habe zum Beispiel ein Mädchen eine zum Penis mit Hoden ausgebildete Klitoris. Die Haussoziologin bedauerte in einem ergänzenden Artikel, dass die gesellschaftlichen sexuellen Zuschreibungen den Eltern dieser Kinder das Leben schwer machen, weil das jeweilige Geschlecht gleich nach der Geburt mit einem Ballast von unterbewussten Zuordnungen bedacht wird.

Zu diesem Thema hat der hannoversche Diplom-Biologe Heinz-Jürgen Voß jetzt ein Buch im Rahmen seiner Promotion zum Dr.phil vorgelegt: Making Sex Revisted, Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive, erschienen bei transcript in Bielefeld. Voß lehrt zu Geschlecht und Biologie an verschiedenen Universitäten.

Voß beschreibt das “Ein-Geschlechter-Modell” in der Antike, wonach der Mann die vollkommenere Version durch die nach außen gestülpten Geschlechtsteile ist. Aber auch die darauf folgende Einteilung in zwei Geschlechter sei gesellschaftlich bedingt.

Das Buch ist relativ mühsam zu lesen, ich habe es erst zur Hälfte durch, und in dieser wird vor allem der soziale Aspekt beleuchtet, den frau ja schon zur Genüge aus der feministischen Literatur (zum Beispiel von Judith Butler) kennt: Dass Aristoteles die Frau zum Mängelwesen erklärte und so weiter und so fort, nirgends ein toleranter Lichtblick in der Geschichte des weiblichen Geschlechts bis weit vor unsere Zeitrechnung zurück. Und wenn man das bei C.H. Beck erschienene Buch “Die Hälfte des Himmels” kennt, weiß frau, dass das 21. Jahrhundert nicht besser ist. Auch die eigene Erlebenswelt lässt diesbezüglich keine Fragen offen.

Dabei soll es doch eigentlich in dem  Buch um den biologischen Aspekt von Menschen uneindeutigen Geschlechts gehen. Vielleicht wird das ja noch im zweiten Teil näher beschrieben.

Ich werde also zu gegebener Zeit diese Rezension ergänzen, dass das möglich ist,  ist ja das Schöne am Internet. ip

Zur Diskussion zur Verfügung steht auch das Blog
Das Ende des Sex: Biologisches Geschlecht ist gemacht

Interview mit Klaus Theweleit über Elternzeit

Die Quadratur des Kreises:
Wenn die Eltern
gemeinsam arbeiten und erziehen…

 

Es herrscht eine große Unlust unter den jungen Leuten, Kinder zu bekommen. Immer mehr potentielle Eltern trauen sich Kindererziehung überhaupt nicht mehr zu und haben Angst vor beruflichen und finanziellen Einschränkungen. Einen der Nestoren in Sachen Gleichberechtigung, Klaus Theweleit, Verfasser des  Buches “Männerphantasien” über die männliche Eroberungskultur (Piper-Verlag), der kürzlich einen viel beachteten Vortrag mit anschließender Diskussion in Hannover dazu hielt, befragte ich dazu, wie Monika Theweleit und er ihr Familienleben gestaltet haben.
Als neueres Beispiel gleichberechtigter Kindererziehung dient ja auch Arbeitsministerin von der Leyen mit 7 Kindern und mithelfendem Mann. Zum Schluss Informationen ihres Ministeriums dazu.

Ingeburg Peters: Wie hat sich der Rollentausch über die Jahrzehnte hin auf Ihre Beziehung ausgewirkt?
Theweleit: „Rollentausch” ist nicht ganz richtig. Es handelt(e) sich um Arbeitsteilung. Meine Frau hat halbtags in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet, vormittags. Ich bin mit Sohn zu Hause geblieben und habe, so weit immer möglich, an meiner Dissertation gearbeitet. Regel dabei: das Kind geht vor.

Einer war immer für die Kinder da

Mittags habe ich gekocht; und das auch so beibehalten, als die Kinder (ein weiteres war dazugekommen) im Kindergarten und in der Schule waren. Nachmittags, wenn meine Frau zu Hause war, konnte ich die nötigen Bibliotheks-Besuche machen, Kopieren etc. oder auch mit den Kindern ins Schwimmbad gehen oder ähnliches. So war (mindestens) einer von uns immer für die Kinder da, manchmal auch beide. Seit die Kinder in Kindergarten bzw. Schule waren, lag meine tägliche sichere Zeit fürs Arbeiten zwischen morgens 8 Uhr (wenn alle aus dem Haus waren) und ca. 12 Uhr 30, wenn es Zeit fürs Kochen wurde. – wenn nicht eins der Kinder krank war und Arztbesuche anstanden. An den Wochenenden hat meine Frau überwiegend gekocht. Ich konnte etwas länger am Stück arbeiten. Abends dann meistens Besuche, Freunde, Kino oder ähnliches. Keine für abends eingeplante Arbeitszeit.

Zeiträume

diszipliniert nutzen

Diese Aufteilung der Arbeit mit den Kindern, Bringen zum und Abholen vom Kindergarten, Elternabende in der Schule, Anschauen der Hausaufgaben, Lernen mit den Kindern, wenn nötig, Kontakte mit anderen Eltern und den Freunden der Kinder,  und was sonst alles noch dazu gehört, haben wir 25 Jahre lang so praktiziert, dass größere Konflikte nicht entstanden. Ende der 70er Jahre begann meine Frau eine Ausbildung zur Psychoanalytikerin (DPV); das schloss eine mehrjährige Lehranalyse und abendliche Seminare ein; ich war dann zu Hause, was mir nicht sehr schwer fiel, da ich bis zu meinem 30. Lebensjahr so gut wie jeden Abend auswärts, in der Kneipe oder mit Freunden und Genossen verbracht habe; mein Bedarf in dieser Hinsicht also einigermaßen gedeckt war.
Weder hat die berufliche Weiterbildung meiner Frau, noch hat die Weiterentwicklung meines Schreibens unter den Arbeitsansprüchen des jeweils anderen gelitten.

Beide hatten ihre eigenen Bereiche

Eher im Gegenteil: zwar ist es unserer Meinung nach für eine solche funktionierende Arbeitsteilung unerlässlich, dass jede(r) seinen eigenen Bereich hat; die eigenen Kontakte und Freundschaften im eigenen Arbeitsbereich, wo der andere nichts hineinzureden hat.
Peters: Dennoch sind Sie der berühmtere Ehepartner geworden.
Theweleit: Im Lauf der 80er hat meine Frau neben der Kliniktätigkeit in eigener psychoanalytischer Praxis zu arbeiten begonnen; seit ca. 10 Jahren arbeitet sie nur noch selbstständig in ihrer Praxis. Umso schöner ist diese wechselseitige Selbstständigkeit, wenn beide Bereiche sich zusätzlich berühren bzw. überschneiden. So hat mein Schreiben, da zu großen Teilen psychoanalytisch ausgerichtet, immer von der Arbeit und den Kenntnissen meiner Frau profitiert. Konkret: sie ist die erste Leserin und Kritikerin der meisten meiner Texte (abgesehen von kleineren journalistischen Arbeiten, die manchmal auch so rausgehen). Während sie ebenso an den Weiterungen meiner Arbeit, besonders in den Kunstbereichen, partizipiert. Womit die Frage der „Berühmtheit” angegangen wäre. Ich habe in meinen Büchern immer betont, dass meine spezifische Art zu Schreiben als ein Koprodukt aus unserer Art der Beziehung, nicht nur der intellektuellen, angesehen werden soll. Die Beziehung zu den Kindern eingeschlossen und die zu den Freunden auch (was manche Leser meiner Bücher „nervt” – wozu immer die Erwähnung dieser Monika da; andere aber entsprechend anspricht). Denn: natürlich sind wir seit den frühen 70ern vorwiegend mit Leuten in Berührung (wenn auch seit Mitte der 80er nicht mehr in WG-artigen Wohnformen), die ein ähnliches Lebensmodell zu leben versuchen; also auf der Grundlage möglichster Gleichheit zwischen allen Beteiligten. Es gibt mehr solcher Menschen als man gemeinhin denkt (bzw. als das, was die Statistiken zu denken nahelegen). Diese Menschen leben allerdings in keiner Form irgendeiner öffentlichen Publicity.

Vergnügliches Lernen mit Kindern

Andererseits: mich hat es immer gewundert, dass nicht mehr Männer die Arbeit mit ihren Frauen entsprechend teilen. Es geht ja gar nicht darum, dass ein Teil für den anderen sein „öffentliches Leben” total aufgibt; es geht durchaus für beide (auf den Pferdefuß komme ich gleich). Es sind auch nicht primär die beruflichen (angeblichen) Karrierehindernisse. Es sieht vielmehr so aus, dass ein Großteil der Männer seine etwas blöden Gratifikationen aus den jeweiligen Männerclubs, Sportclubs, Saufclubs, Raufclubs nicht aufgeben will – aus Angst, eine nähere Arbeits- und Lebensbeziehung zu ihren Frauen würde ihnen nichts Gleichwertiges bieten; so dass sie vor ihrer Männerhorde als irgendwie in ihrer Freiheit Beschnittene dastehen würden. Das hält Mann bei uns schlecht aus – und gibt sich mit den dürftigen (und oft auch konkurrenten und sehr neidischen) Pseudogratifikationen des allgemeinen Kerle-Vereins zufrieden. Tragisch (denn Männer sind in aller Regel nicht sehr freundlich untereinander)! Ihnen entgeht eine Menge, wovon sie nichts ahnen; besonders im engen Umgang mit Kindern, der für mich immer eine Quelle ständigen Lernens war; eines vergnüglichen Lernens.

Der Pferdefuß ist

die schlechte Rente

Der Pferdefuß? Nicht die Ungleichheit im »öffentlichen Bekanntsein«. Darauf war meine Frau nie scharf. Und ich reiße mich nicht um Talkshows. Der Nachteil liegt im Finanziellen. Halbtagsarbeit in der Klinik bedeutet: halbe Rente. Nicht bis 65 dort durchgearbeitet zu haben bedeutet: weitere Rentenminderung. Und Leben als Schriftsteller mit Künstlersozialkasse bedeutet: Rentenbeiträge auf unterster Stufe.
Von der Alterssicherung war bisher die Arbeitsteilung in der Kindererziehung in den meisten Fällen nachteilig, von der Arbeitsform her aber bestens.

 

Und hier der
neueste Stand der Rechtslage

Zur Berücksichtigung von

Kindererziehungszeiten

in der Rentenversicherung:

Zeiten der Kindererziehung nach § 56 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) führen für Mütter und Väter in der gesetzlichen Rentenversicherung zur Versicherungspflicht. Die Rentenbeiträge dafür werden nicht vom Versicherungspflichtigen, sondern vom Bund gezahlt.
Diese Zeiten wirken rentenbegründend und rentensteigernd wie Pflichtbeitragszeiten aufgrund einer Erwerbstätigkeit. Bei Geburten vor 1992 umfasst die Kindererziehungszeit ein Jahr, bei Geburten ab 1992 beträgt sie drei Jahre. Sie werden mit 100 Prozent des Durchschnittsentgeltes aller Versicherten im jeweiligen Erziehungsjahr bewertet.
Die Zeiten der Kindererziehung können selbst dann angerechnet werden, wenn die Eltern während dieser Zeit einem anderen Alterssicherungssystem angehört haben. Voraussetzung ist jedoch, dass sie in dem anderen Alterssicherungssystem nicht annähernd gleich berücksichtigt werden wie in der gesetzlichen Rentenversicherung. Von dieser neuen Regelung profitieren vor allem Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen.
Anmerkung der Redaktion: Berufsständische Versorgung im engeren Sinne ist die auf einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft beruhende Altersversorgung für kammerfähige freie Berufe (Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater beziehungsweise Steuerbevollmächtigte, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte sowie Psychologische Psychotherapeuten  und Ingenieure).
Die Kindererziehungszeit wird nur einem Elternteil zugeordnet – demjenigen, der das Kind überwiegend erzogen hat. Erziehen die Eltern ihr Kind gemeinsam, ohne dass der Erziehungsanteil eines Elternteils überwiegt, erhält grundsätzlich die Mutter die Kindererziehungszeit. Soll der Vater die Kindererziehungszeit erhalten, obwohl er das Kind nicht überwiegend erzieht, müssen sie für die Zukunft eine übereinstimmende gemeinsame Erklärung abgeben. Diese Erklärung kann auch rückwirkend, höchstens jedoch für zwei Kalendermonate, abgegeben werden.
Neben Beitragszeiten wegen Kindererziehung können Eltern auch sogenannte Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung nach § 57 SGB VI erhalten. Diese erleichtern den Zugang zu einer Rente. Die Berücksichtigungszeit für Kindererziehung beginnt mit dem Tag der Geburt und endet mit dem Monat der Vollendung des zehnten Lebensjahres des Kindes.
Kinderberücksichtigungszeiten werden wie Kindererziehungszeiten nur einem Elternteil zugeordnet – demjenigen, der das Kind überwiegend erzogen hat.