Info

Info
Werbung behindert oft den Lesefluss und lenkt vom eigentlichen Inhalt ab.
Bitte besuchen Sie deshalb unsere Rubrik “Handel und Wandel“.

  • Verrückte Welt bei enercity

    #Hannover.Zum #Ihmeufer hin geöffnet durch Glasfronten bis zum Boden+Freitreppe ist die neue #enercity-Kathedrale (Stadtwerke Hannover AG).

    Genau an der Stelle hatten die Stadtwerke den Boden verseucht, der Steuerzahler musste Abgrabung des Ufers+Vernichtung von 200 alten Bäumen zahlen.

  • Weltweit leiden mittlerweile mehr als 300 Millionen Menschen unter Pestizidvergiftungen!

    Pestizide sind Gift. Nicht nur für die Organismen, die durch ihren Einsatz abgetötet werden sollen. Wussten Sie, dass sich Spuren von Pestiziden bereits in Bier und Honig, auf Obst und Gemüse, auf Spielplätzen und in der Luft nachweisen lassen? Dabei ist wissenschaftlich erwiesen, dass ihre Wirkstoffe die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können. Weltweit leiden mittlerweile mehr als 300 Millionen Menschen unter Pestizidvergiftungen!

    Doch nicht nur für uns Menschen stellen die Umweltgifte ein Problem dar. Seit Jahren wissen wir, dass sie massiv Insekten und Pflanzen schädigen und Gewässer verunreinigen. Dennoch werden heute im globalen Maßstab so große Mengen Pestizide ausgebracht wie nie zuvor. Nur wenige Länder planen, den Einsatz in der Landwirtschaft zu verringern. Ein Grund: Der Markt für Pestizide ist lukrativ. Wenige gut vernetzte und einflussreiche Agrarchemiekonzerne wie Bayer und BASF teilen ihn unter sich auf. Deutschland ist einer der größten Pestizidexporteure der Welt – und verkauft sogar Giftstoffe in außereuropäische Länder, die in der EU längst verboten sind.

     
    Heute hat der BUND gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Pestizid-Aktions-Netzwerk PAN Germany den Pestizidatlas 2022 veröffentlicht. Er beschreibt die vielfältigen Gefahren, die von Pestiziden für Mensch und Umwelt ausgehen. Er analysiert die profitablen und unlauteren Geschäfte der Agrarchemiekonzerne und nennt Alternativen zur Pestizidnutzung. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

    Zum Mitsingen als Oldie auf #Omicron,#Corona,#Grippe, #Zöliakie, Alzheimer passend:youtu.be/WtbezTOXQ_4https://youtu.be/WtbezTOXQ_4. #Wissenschaft, #Justiz+#Medien klären ca. 30 Jahre später auf. Wenn es nicht sogar ganz in Vergessenheit gerät.Gegen gutes #Honorar findet sich stets n #Doktorand für alles
     
    Seit Urzeiten ist #Getreide Hauptnahrungsquelle der Menschheit. Wenn wir wegen des darin enthaltenen natürlichen Klebstoffs #Gluten darauf verzichten sollen, lenkt das von der #Pestizidbelastung der Aecker ab. Kein Hund kann mehr ohne anschließendes Asthma durch die #Felder toben
  • Wieder 100 Bäume für die Plastikforschung weg...

    #hannover/#garbsen. wo nahebei die #polymere hergestellt werden; sprich #plastik, das die #plastikbeutel des konsums gigantisch übertrifft,dort im Wissenschafts- +Technologiepark Marienwerder werden heute an der Pascalstraße rund 100 #Bäume für #Bebauung gefällt.Andere Lösungen?

  • Erholung vom Internet - die Wonne der technischen Langsamkeit ohne Perfektion

     1.)habe mir einen #turntable geschenkt, im alten Deutschland #Plattenspieler genannt. Den früheren hatte mein technikaffiner kleiner Neffe ruiniert. und jetzt habe ich Spaß ohne Ende mit meinen über 40 Jahre alten Schallplatten. Nach 20 Minuten wende ich sie um auf die B-Seite,ruhig und beschaulich...usw.

    2.) #HaynerDorfmusikanten.Gesamter Kinderladen Glocksee tanzte samt Eltern mit+zu den historischen Instrumenten durch unsere Halle.Meine Nichte Bettina auf der Platte: Blockflöte+Scheitholz. Ihre Mutter erzählte, wenn die Kinder verreisen wollten, musizierten sie in einer Einkaufs-Passage+schon wars finanziert.

    3.)#CarmenAmaya war eine der besten Flamencotänzerinnen des 20. Jahrhunderts+löst noch aus der Konserve #duende im Raum aus,rüttelt die Seele bis zum Äußersten auf,"wie ihn wohl nur ein reiner Zigeuner ausleben kann,in dem sich das uralte Wissen+das wilde Blut staut (so #CBS - heute politisch unkorrekt - damals auf dem Plattencover).
    4.) Fahr'n fahr'n fahr'n auf der #Autobahn und andere musikalisierte Geräusche des ausgehenden 20. JAHRHUNDERTS. Sehr meditativ den Drogencharakter des Autofahrens ausarbeitend.
    5.) Altgriechische Verse wurden mehr gesungen als gesprochen. Hör dir 20220106_190308.amr von Ingeburg Peters an auf #SoundCloud
    https://soundcloud.com/ingeburg-peters/20220106_190308-amr?ref=clipboard&p=a&c=1&si=fcad632a86bc46709151a8450e1c272b&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing LANGKURZLANG. Zum Schluss die Verteidigungsrede des Sokrates von Platon. 


    6.)Belegte bei Pater Joppich ein #Gregorianik-Seminar, Neumen rauf und runter, dann ein Wochenende in Loccum und sang schließlich in der Stimmbildungsgruppe von #PeterMissler triumphierend "Namque triumphanti", was die Anwesenden erotisch fanden... Nun - #GodehardJoppich heiratete. Nur Pater #AnselmGruen brachte noch mit seinen Bestsellern den Benediktinern Tantiemen nach #Muensterschwarzach und fühlt sich damit nach eigener Aussage durch und durch "fruchtbar". 


  • Das alte ist vergangen, das neue angefangen..

     Meine wichtigsten Fragen 2022:Verbraucht die Industrie den Löwenanteil an erneuerbarer #Energie? Wieviel destruktive #Mobilität wird abgeschafft? Im Auto-+Flugverkehr,#Tourismus, bei den Lieferketten+vor allem beim #Militär mit seinen mörderischen Auswuechsen im Luft-+#Weltraum? IP

  • Isabella Eckerle zu #Corona: Konsequenzen international ziehen! Keiner ist sicher, solange nicht die ganze Welt sicher ist.


    Prof.Dr. Isabella Eckerle (*1980) leitet seit 2018 das Zentrum für neuartige Viruserkrankungen an der Universitätsklinik Genf (Schweiz). Die Spezialistin für zoonotische #Virus-Erkrankungen forscht zu #Corona-Viren und beschäftigt sich unter anderem mit der Rolle von Kindern bei der Übertragung von #SARS-CoV-2.

    Eckerle: „Ich finde es faszinierend, wie Gesundheit mit ganz vielen anderen Bereichen verknüpft ist. Die Arbeit in der Tropenmedizin hat mir den Blick geöffnet: Im Humanmedizinstudium ist man sehr fokussiert auf den Menschen und auf die Medizin bei uns – die Tropenmedizin hat mir gezeigt, wie viel enger als bei uns in tropischen Ländern der Einfluss der Umwelt und der Einfluss von Tiererregern auf den Menschen sind. #COVID hat nun deutlich gezeigt, dass wir auch in Europa und in Deutschland nicht so weit weg davon sind, wie viele glauben.

    Aus Sicht des Virus sind Menschen nur Säugetiere

    Der breiten Öffentlichkeit ist nicht klar, dass Gesundheit nicht der Mensch und die Humanmedizin auf der einen Seite und das Tier und die Tiermedizin oder Ökologie auf der anderen Seite ist – tatsächlich ist alles eng miteinander verknüpft.

    Aus der Sicht eines Virus ist der Mensch nur ein Säugetier unter vielen, ihm ist es egal, ob es einen neuen Wirt in einem Schwein, einem Kamel oder einem Menschen findet. Und da wir nur ein Teil des gesamten Ökosystems sind, betrifft das, was in einem anderen Teil des Ökosystems passiert, natürlich auch uns. Ich glaube, dass man in Zukunft zur Prävention von Pandemie noch viel mehr in diesem Bereich arbeiten muss.

    Es ist schwer, Vorhersagen zu treffen, denn das Feld der neuartigen Viren ist einfach unberechenbar und man wird immer wieder überrascht. Ich glaube aber, dass wir bei guten Durchimpfungsraten vielleicht nach diesem Winter den Punkt erreichen könnten, an dem Corona kein großes gesundheitliches Thema mehr sein wird – zumindest in Europa.

    Global gesehen wird Corona aber noch lange ein Problem bleiben, da viele Länder kaum Zugang zu Impfstoffen oder nur Impfstoffe haben, die eine weniger gute Immunantwort hervorrufen.

    Dieses Szenario begünstigt natürlich das Aufkommen von Mutanten: Wenn man viele Menschen mit geringer Immunantwort hat, bietet das dem Virus „Trainingsmöglichkeiten“, sich so zu entwickeln, dass es diese kleine Immunantwort auch noch überwindet.

    Wir wissen nicht, in welche Richtung es gehen könnte

    Diese Varianten sind einfach eine große Unbekannte – es ist das erste Mal in der Geschichte der neueren Medizin, dass man eine solche Eintragung eines neuen Erregers in einer Population auf einem derartigen Niveau hat. Wir haben keine Vergleichsgruppe, die zeigt, in welche Richtung es gehen könnte.

    Aber was man sagen kann: Die vier bekannten Erkältungs-Corona-Viren sind relativ stabil, und man geht davon aus, dass sich bei SARS-CoV-2 wohl irgendwann ein Gleichgewicht einstellen wird zwischen einem Virus, das alle seine Tricks ausgereizt hat, und einer Immunität in der Bevölkerung. Das Virus wird zwar nicht verschwinden, aber es wird sich wahrscheinlich einreihen in die saisonalen Erkältungsviren. In der klinischen Medizin und der Virologie wird SARS-CoV-2 natürlich ein Thema bleiben, das wird sicher die Forschung der nächsten zehn bis 15 Jahre dominieren.

    Zoonosen entstehen dort, wo Ökosysteme zerstört werden und Menschen in Bereiche vordringen, in denen sie vorher nicht waren – etwa, wenn man den Regenwald abholzt, um Nutztierfarmen aufzubauen oder Ackerbau zu betreiben. Dann kommen Wildtiererreger mit dem Menschen oder auch mit Nutztieren in Berührung.

    Ein Verdächtiger als Entstehungsort von SARS-CoV-2 sind die sehr großen Pelztierfarmen in China. Man weiß, dass diese Tiere sehr empfänglich sind für solche Viren, wie man ja auch bei den vielen Infektionen in den Nerzfarmen in Europa gesehen hat. Da muss man sich natürlich fragen: Warum gibt es solche Farmen noch, wenn wir wissen, dass sie eine derartige Gefahr darstellen?

    Konsequenzen müssen aber natürlich international gezogen werden. Keiner ist sicher, solange nicht die ganze Welt sicher ist.

    Rücksicht nehmen! Sich einschränken!

    Positiv ist, dass sehr viele Menschen Rücksicht genommen und sich an die Einschränkungen gehalten haben, die waren nur nicht so laut wie die Gegner der Maßnahmen.

    Ich finde es toll, dass ich mit meinem Baby auf dem Arm von zu Hause aus an internationalen Konferenzen teilnehmen kann, anstatt tagelang von zu Hause weg zu sein – ich hoffe, das ist etwas, das wir beibehalten.“

    Ausführliche Fassung unter www.uni-heidelberg.de/de/universitaet/heidelberger-profile

     

  • #Lamento zum Jahresende

     

    Die Künstlerin Gisy Piesche sagte einmal zu mir: "Frau Peters, wenn Sie Kinder haben, haben sie nichts mehr zu melden." Ihr Mann lamentierte, sie liebe den Hund mehr als ihn. Nun, sie wird ihre Gründe dafür haben.
       
    #Hannover In den 70ern habe ich Wettbewerbe des ihmezentrums gewonnen (siehe Grafik von Gisy Piesche meiner Nixen-Idee) und wir haben legendäre Veranstaltungen dort ausgerichtet. Aber als #Zeitzeuge wird Architekt Keyl ins historische Museum eingeladen. Ich komme mir vor wie #Penélope, die in der #Antike gezwungen wurde, ihren neuen König zu erwählen. Vielleicht wird man mich dann mal einladen, wenn ich einen Mann vorweise? Nach dem alten Weihnachtsmotto: good tidings we'll bring for you and your King?
    Constantin Alexander als Vertreter der neuen Generation und männlicher Seilschaften zeigt z.B. einen Film, in dem Carl Schätzle und Hans-Dieter Keyl vorkommen, aber nicht meine Ihme-Zeitung, als sei ich ein Pinup-Girl gewesen und hätte nicht die Nächte in der Akzidenz verbracht, um 40 Jahre lang dies Anzeigenblatt herauszubringen, in dem die beiden publizieren konnten. Natürlich könnte auch ich mir ein "kultivierteres" Forum vorstellen, aber was ich mit dem Blatt an Einmischung erreichte, war anderen Medien gar nicht möglich.
    Jetzt gibt es eine DVD zum Thema zu kaufen. Meine Arbeit kommt wieder nicht darin vor, wie immer. Ingeburg Peters
  • Beständigkeit gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit
    Charles Dickens' "#ChristmasCarol"handelt vom #Geldverleiher Ebenezer Scrooge,der #nachts zunächst Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley +dann von drei weiteren Geistern erhält. Das Buch enthält stark sozialkritische Töne, mit denen Dickens #Missstände anprangerte.

    #Heiligabend (oder wars gestern?) donnerten wieder #Bomber oder #Drohnen o. ae mit Material oder sonst was #Militaerischem ueber das Haus,während wir das vegane BoeufStroganoff, mit Guerkchen verfeinert zu den Klößen aßen und die Freundin eine oder 2 rauchte +Haselnuss-Schnaps eingoss.

    Die schöne Baumleiche ist noch taufrisch #duftet gar herrlich. Thank you #MotherEarth! Wir stimmten an: O #Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter. Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein auch im Winter, wenn es schneit, dein Kleid will mich was lehren.
    Iptextideenfoto
  • Annelie Jürgens, ein Genie trainiert Hochbegabte

    Der Niedersächsische Leichtathletik-Verband hat Annelie Jürgens zur Leitenden #Landestrainerin ernannt. Die Diplomtrainerin, Dipl.Psychologin, Dipl.Sportpädagogin und M.A. Informatik/Mathematik und Politikwissenschaften ist gleichzeitig EDV-Expertin, die mal eben eine Auswertung von sportmotorischen Ergebnissen programmiert...

    31 Namen zählt die Liste der von ihr trainierten Athletinnen und #Athleten mit nationalen und internationalen Erfolgen.

    Foto: MLV

  • Did Jesus have a Baby-Sister? He's the boss!
    Was ist #Liebe? Wenn zwei Menschen wie Tassen aneinander gebunden sind? Keiner von beiden kann richtig vom Leben trinken? ip

    #Heiligabend #Weihnachten."Did Jesus have a Baby-sister",sang #JoniMitchell in den 70ern und "Did she end up on the street?" den Song von Dory Previn. Immer noch brandaktuell.
    https://youtu.be/RGpe4ksszpc

  • Meine neuesten Hannover-Impressionen kurz vor Heiligabend

    Zynische Werbung "Pflück dir einen Smoothie vom Baum" in der Nähe der Drogenberatung.Was anderes vertragen die #Junkies allerdings auch nicht mehr.


    Überall #Sale und nochmals Sale

    Die Arkaden am geschlossenen #Karstadt-Haus als Materialsicherung der Obdachlosen

    Möveninvasion wie am Meeresufer in Kröpcke-Nähe: Schmalzkuchenfütterung

     #Hannover-City: Die längsten Menschenschlangen befinden sich vorm #Apple-Center und der #Sparkasse Bahnhofstraße. Bei #GaleriaKaufhof gibts #Currywurst und #Glühwein, wie es Exkanzler Schröder liebt. #Pizza-Stände sind gut frequentiert. ipideentextfotos



  • Sinkende Finanzeinnahmen der Stadt, massive wirtschaftliche Verwerfungen

    Statistisches Jahrbuch 2021 verdeutlicht Folgen der Pandemie

    Sinkende Finanzeinnahmen der Stadt, massive wirtschaftliche Verwerfungen, aber auch deutlich weniger Diebstahlsdelikte und weniger Luftschadstoffe: Das dritte „Statistische Jahrbuch“, das die Statistikstelle der Landeshauptstadt Hannover jetzt veröffentlicht hat, blickt überwiegend auf das Jahr 2020 zurück, in dem die Corona-Pandemie das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in Hannover stark beeinflusst hat.Die diesjährige Aktualisierung hilft, für viele Themenbereiche die Auswirkungen der Krise einzuschätzen. Dabei sind die betrachteten Bereiche in unterschiedlicher Stärke von teils unmittelbaren Effekten aber auch von weniger zu erwartenden Folgen der Pandemie betroffen. Das Jahrbuch erscheint als Onlinepublikation und kann im Internet unter www.jahrbuch-hannover.de als PDF heruntergeladen werden.

    Unter anderem sind folgende Auswirkungen zu beobachten:

    • Arbeitsmarkt: Durch die pandemiebedingten Betriebsschließungen stieg die Arbeitslosenquote in der Landeshauptstadt Hannover – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – im Jahr 2020 auf 9 Prozent an. Dies sind 1,2 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2019 (plus 3.885 Arbeitslose).
    • Wirtschaft: Durch Beeinträchtigungen des internationalen Handels und die zeitweise Schließung von Wirtschaftsbetrieben und Läden im Jahr 2020 hatte die Wirtschaft sowohl mit unmittelbaren als auch mit mittelbaren Folgen der Pandemie zu kämpfen. Besonders hart traf es auch in der Landeshauptstadt Hannover den Tourismussektor. Die Zahl der Beherbergungen brach drastisch ein. So wurde ein Rückgang der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr von 1.339.104 (minus 57,3 Prozent) verzeichnet.
    • Finanzen: Die Gewerbesteuereinahmen der Landeshauptstadt Hannover sind 2020 um rund 22 Prozent zurückgegangen. Auch die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer sind mit minus 23,5 Prozent im Vergleich zu 2019 stark rückläufig.
    • Verkehr: Der zivile Luftverkehr am Flughafen Langenhagen brach im Vergleich zum Jahr 2019 um 43,2 Prozent ein. Dies ist besonders auf das verringerte Passagieraufkommen zurückzuführen (minus 77 Prozent). Auch der öffentliche Nahverkehr verzeichnete unter anderem durch die erhöhte Nutzung des Homeoffice einen deutlichen Rückgang an Fahrgästen (61.748 Fahrgäste weniger). Der Schiffsgüterumschlag bei den hannoverschen Häfen hat sich um 23,3 Prozent verringert und lag in 2020 bei 361.401 Tonnen (minus 109.580 Tonnen).
    • Versorgung und Entsorgung: Das Hausmüllaufkommen in der Landeshauptstadt Hannover in 2020 ist auf 216.378 Tonnen (plus 7 Prozent) gestiegen. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass die Arbeit im Homeoffice stark zugenommen hat.
    • Klima und Umwelt: Das durch die Pandemie bedingte verringerte Verkehrsaufkommen spiegelt sich positiv in einer geringeren Konzentration von Luftschadstoffen in der Landeshauptstadt Hannover wider. Die gemessene Menge von Stickstoffoxiden und Feinstaub verringerte sich gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich der Trend der Vorjahre fort.
    • Sicherheit und Ordnung: Durch verhängte Ausgangssperren und das verminderte Verkehrsaufkommen sind in der Landeshauptstadt Hannover weniger Rettungseinsätze in 2020 (minus 3.341) zu verzeichnen, nachdem diese in den davorliegenden fünf Jahren stetig gestiegen waren. Die Statistiker*innen verzeichneten deutlich weniger Diebstahlsdelikte (circa minus 50 Prozent), weil die Menschen mehr Zeit zu Hause verbracht haben.
    • Kultur, Freizeit und Sport:  Aufgrund der Schließungen kultureller Einrichtungen wie Museen und Theater, aber auch der Herrenhäuser Gärten und Schwimmbäder, haben diese Bereiche die Auswirkungen der Pandemie mit stark verringerten Besucher*innenzahlen unmittelbar gespürt. So sank die Zahl der Gäste im Jahr 2020 in den städtischen Bädern insgesamt um 57,5 Prozent und in den Theatern der Landeshauptstadt Hannover sogar um 70,3 Prozent.

Ich = Ich + Du

Ich = Ich + Du

Jedes private Besitztum ist mit einer sozialen Hypothek belegt…

 

Von Unica Peters

 

Die hispanische Befreiungstheologin und Feministin Ada María Isasi-Díaz über „Solidarity – The Social Contract of the 21st Century“.

Prof. Isasi-Díaz verdeutlicht anhand der Leitwerte der französischen Revolution –liberté, égalité, fraternité die Notwendigkeit von Solidarität.

Der auf das Prinzip der Solidarität verweisende Wert der Brüderlichkeit ist laut Isasi-Díaz als einziger der drei Begriffe in unserer westlichen Welt nicht als Gesetz kodifiziert worden. Dabei ist Solidarität in Zeiten der Globalisierung unabdingbar, um Gerechtigkeit zu erreichen. Verstanden ist Solidarität hier als gemeinsame Verantwortung und gemeinsame Interessen. Bedürftige und Besitzende sind intrinsisch miteinander verbunden; Menschen sind soziale Wesen.

Wir gehen moralisch und auch wirtschaftlich zugrunde, wenn wir uns von den Menschen der „Dritten Welt“ nicht zum Nachdenken über unseren Lebensstandard herausfordern lassen. Zu ihnen stehen wir in einem beidseitigen Abhängigkeits-Verhältnis.

Wir tragen Verantwortung füreinander und haben Anspruch auf gegenseitige Unterstützung. Deswegen geht Solidarität ihrer Struktur nach deutlich über Wohltätigkeit hinaus, auch wenn Letztere nichts Schlechtes ist.

Solidarität bedeutet nicht, zu applaudieren, wenn Unterdrückte

für ihre Rechte kämpfen. Solidarität bedeutet, sich den kritischen

Anfragen und den Forderungen nach Unterstützung, mit denen

sie sich an uns Privilegierte wenden, zu stellen.

Dass die Armen und Schwachen dieser Welt solche Erwartungen

und Wünsche haben, beschrieb Ada María Isasi-Díaz am Beispiel

einiger katholischer Nonnen in einem ländlichen Teil Südamerikas,

die sie auf einer Reise besuchte.

Kurz vor der Abfahrt berichteten die Frauen, ihnen fehlten die Mittel,

um ihre jungen Schutzbefohlenen für die Schule auszurüsten.

Sie begnügten sich nicht damit, für ihr Engagement gelobt zu werden,

sondern sie baten Frau Isasi-Díaz, ihre persönlichen Möglichkeiten

der Unterstützung auszuschöpfen. Daraus wurde ein Spendenappell,

der einige Mittel einbrachte.

Das Entscheidende an der Situation war die gleichberechtigte Begegnung.

Spenden zu sammeln oder Protestbriefe zu schreiben ist kein Akt der

Güte und Muße, sondern das Eingeständnis, mit dem Rest der Welt verbunden zu sein.

Unser Ich ist nicht vollständig ohne ein Du.

Ohne unser Gegenüber sind wir nicht wir selbst.

Arme und unterdrückte Menschen existieren nicht unabhängig

von unserer Situation. Weil wir wir sind, sind sie sie.

Dabei gilt zu bedenken, dass Armut ein politisches Problem ist.

Wir haben uns unsere Privilegien nicht mit eigener Hand genommen.

Aber um wir selbst zu sein und uns selbst zu erkennen, müssen wir

uns unserer privilegierten Lebensumstände bewusst werden und

die Konsequenz daraus ziehen:

Wir sind moralisch dazu verpflichtet, Verantwortung für unseren

Reichtum zu übernehmen und uns für die Anliegen der Armen zu öffnen.

Die „Occupy“-Bewegung in den USA etwa hat die Diskussion über

den Kapitalismus verändert, und Frau Isasi-Díaz sympathisiert

mit der Idee einer „Occupy Faith“-Bewegung, die eine ähnliche

Gesellschaftskritik zugunsten eines fairen Miteinanders ins

Zentrum des christlichen Glaubens stellt.

Dem neoliberalen Trend der Privatisierung stellt sich

zum Beispiel die US-Finanzexpertin Elizabeth Warren entgegen,

die auch eine 2010 von Präsident Barack Obama bewilligte

Verbraucherschutzbehörde für Finanzprodukte durchsetzte.

Schließlich fahren auch Millionäre, die sich aufgrund ihrer

finanziellen Mittel als über staatliche Versorgungssysteme

erhaben fühlen, auf Straßen, die mit Steuergeldern finanziert wurden.

Frau Isasi-Díaz erwähnte in diesem Zusammenhang auch die

Äußerung Johannes Paul des II., jedes private Besitztum sei mit einer sozialen Hypothek belegt.

Wie soll nun eine Befreiung aussehen?

Eine gesunde, solidarische (Welt-)gesellschaft zeichnet sich

für die Vortragende aus durch „fullness of life“.

Dies entspricht dem, was Indigene in Südamerika unter

el buen vivir verstehen: Gut (als Adverb verstanden!) zu leben

bedeutet demnach, dass Menschen, Gemeinschaften und

die Natur in Harmonie leben, einander respektieren und keine Gewinne

auf Kosten der anderen Mitglieder der Gemeinschaft anstreben.

Auch im Königreich Bhutan setzt man dem Gewinnstreben

andere Werte entgehen: statt dem Bruttosozialprodukt

ist hier das aus vier Säulen und acht Indexen basierende Prinzip des

„Bruttosozialglücks“ Maßstab für Glück und Zufriedenheit.

Das Beispiel des nach westlichen Maßstäben wirtschaftlich

unter­entwickelten Königreichs Bhutan wirft außerdem

die Frage nach Sinn und Ziel von Entwicklungspolitik,

und Entwicklungszusammenarbeit als Alternative, auf.

Martha Nussbaum, Philosophin und Professorin

für Rechtswissenschaften und Ethik an der University of Chicago,

entwickelte in diesem Bereich in den 1980er Jahren gemeinsam

mit Amartya Sen den „Fähigkeiten-Ansatz“,

der Fähigkeiten (im Sinne von substantiellen Freiheiten wie einem

langen Leben, Beteiligung an wirtschaftlichen Transaktionen

und politischer Teilhabe) als konstitutive Bestandteile

von Entwicklung ansieht und Armut als Entzug von Fähigkeiten definiert.

Die von Isasi-Díaz aufgegriffenen Themen zeigen,

dass Solidarität auf der Ebene der Werte und Maßstäbe ansetzen muss.

Solidarität entsteht und wird notwendig, weil wir soziale Wesen sind.

Sie ist ein menschlicher, kein allein christlicher Wert.

Die anfangs erwähnte, beidseitige Beziehung zwischen

Angehörigen der Ersten und der Dritten Welt braucht

keine Intimität oder Vertrautheit, um funktionieren zu können.

Auch aus Gebieten, die weit von uns entfernt sind, erreichen

uns Botschaften, Ansprüche und Erwartungen.

Wir wissen um die Verknüpfungen unseres Wohlstandes

mit der Armut in der Welt. Wenn wir unserer Verantwortung

gerecht werden wollen, können wir

keinen „individuellen“ Weg gehen und uns

der beidseitigen Beziehung entziehen.

Aber auch in unterprivilegierten Gruppen entsteht

Solidarität nicht automatisch. Isasi-Díaz berichtete

hier von Latinas in den USA, die sich aufopfern,

um ihren Kindern den Besuch Oberschule oder

sogar der Universität zu ermöglichen.

Die nun gebildeteren Kinder schämen sich oft

für die Einfachheit ihrer Mütter, anstatt ihnen dankbar zu sein.

Als Einwanderer zweiter Generation meinen sie,

sich in die Erste Welt einkaufen und anpassen zu müssen.

Häufig entwickeln sie erst mit Heirat und Familiengründung

ein Bewusstsein dafür, dass ihre eigene Stellung

auf der Unterstützung der Müttergeneration beruht.

Im Sinne der Solidarität wäre es für diese jungen Amerikaner wichtig,

sich weiterhin in ihrer Herkunftsgemeinschaft verwurzelt zu sehen

und zu versuchen, dieses Prinzip der gegenseitigen Hilfe in ihrem

neuen gesellschaftlichen Umfeld zu etablieren.

 

Natürlich können wir nicht in allen Lebensbereichen gleichermaßen

Verantwortung für unsere Privilegien übernehmen und uns

solidarisch mit den sozial und wirtschaftlich Unterdrückten zeigen.

Aber wir können Schwerpunkte in einigen Bereichen setzen.

Auch unser Leben im materiellen Sinn zu vereinfachen kann helfen,

das „wir“ zu entdecken.

An dieser Stelle kommt eine wichtige Frage auf: Wie sollen

wir mit den Unterdrückern, den Reichen, umgehen?

Frau Isasi-Díaz stimmt zu, dass dies ein heikler Punkt sei.

Sie wies darauf hin, dass es auch unter den Superreichen Menschen gibt,

die sich in der Verantwortung sehen, etwa Warren Buffet und Bill und Melinda Gates,

die seit Jahren nicht nur die Zinsen, sondern auch die Substanz

ihres Vermögen in private Wohltätigkeitsstiftungen investieren.

Generell wird es aber wohl schwer sein, den Superreichen zu vermitteln,

dass sie den Rest der Gesellschaft (also sowohl uns als Mittelschicht,

als auch die Ärmsten) brauchen.

Ada María Isasi-Díaz bezeichnet sich denn auch ganz offen

als historische Utopistin, die fest an das „Wir“-Gefühl glaubt, weil sie es z.B. in indigenen Gemeinschaften erlebt hat.

Ada María Isasi-Díaz ist Prof. em. für Ethik und Theologie

an der Drew University, New Jersey.

Kontakt: aisasidi@drew.edu.

Homepage: http://users.drew.edu/aisasidi/.

Ihr neues Buch, das die im Vortrag vorgestellten Ideen entwickelt,

wird 2013 unter dem Titel Justicia:

A Reconciliatory Praxis of Care and Tenderness bei der Fortress Press erscheinen.


[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Conacami, Abschnitt „Mission and Vision“,

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Bhutan,

Abschnitt „Wirtschaftliches Gefälle“, abgerufen ab 10.01.12.

Berichte über Bhutan gibt es laut Isasi-Díaz regelmäßig auf aljazeera.com.

[4] http://en.wikipedia.org/wiki/Martha_Nussbaum, Abschnitt „The Capability approach“,

Frau Isasi-Díaz empfiehlt hierzu auch Nussbaums 2000

bei der Cambridge University Press erschienenes Buch Women and Human Development.

Making Sex Revisted

Journalistisch hochinteressant fand ich vor einiger Zeit einen Artikel in der Hauszeitung der Medizinischen Hochschule Hannover, dass jährlich durchschnittlich 20 Geburten ohne genaue Geschlechtsbestimmung dort stattfinden (allein schon dort 20!). So habe zum Beispiel ein Mädchen eine zum Penis mit Hoden ausgebildete Klitoris. Die Haussoziologin bedauerte in einem ergänzenden Artikel, dass die gesellschaftlichen sexuellen Zuschreibungen den Eltern dieser Kinder das Leben schwer machen, weil das jeweilige Geschlecht gleich nach der Geburt mit einem Ballast von unterbewussten Zuordnungen bedacht wird.

Zu diesem Thema hat der hannoversche Diplom-Biologe Heinz-Jürgen Voß jetzt ein Buch im Rahmen seiner Promotion zum Dr.phil vorgelegt: Making Sex Revisted, Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive, erschienen bei transcript in Bielefeld. Voß lehrt zu Geschlecht und Biologie an verschiedenen Universitäten.

Voß beschreibt das “Ein-Geschlechter-Modell” in der Antike, wonach der Mann die vollkommenere Version durch die nach außen gestülpten Geschlechtsteile ist. Aber auch die darauf folgende Einteilung in zwei Geschlechter sei gesellschaftlich bedingt.

Das Buch ist relativ mühsam zu lesen, ich habe es erst zur Hälfte durch, und in dieser wird vor allem der soziale Aspekt beleuchtet, den frau ja schon zur Genüge aus der feministischen Literatur (zum Beispiel von Judith Butler) kennt: Dass Aristoteles die Frau zum Mängelwesen erklärte und so weiter und so fort, nirgends ein toleranter Lichtblick in der Geschichte des weiblichen Geschlechts bis weit vor unsere Zeitrechnung zurück. Und wenn man das bei C.H. Beck erschienene Buch “Die Hälfte des Himmels” kennt, weiß frau, dass das 21. Jahrhundert nicht besser ist. Auch die eigene Erlebenswelt lässt diesbezüglich keine Fragen offen.

Dabei soll es doch eigentlich in dem  Buch um den biologischen Aspekt von Menschen uneindeutigen Geschlechts gehen. Vielleicht wird das ja noch im zweiten Teil näher beschrieben.

Ich werde also zu gegebener Zeit diese Rezension ergänzen, dass das möglich ist,  ist ja das Schöne am Internet. ip

Zur Diskussion zur Verfügung steht auch das Blog
Das Ende des Sex: Biologisches Geschlecht ist gemacht

Interview mit Klaus Theweleit über Elternzeit

Die Quadratur des Kreises:
Wenn die Eltern
gemeinsam arbeiten und erziehen…

 

Es herrscht eine große Unlust unter den jungen Leuten, Kinder zu bekommen. Immer mehr potentielle Eltern trauen sich Kindererziehung überhaupt nicht mehr zu und haben Angst vor beruflichen und finanziellen Einschränkungen. Einen der Nestoren in Sachen Gleichberechtigung, Klaus Theweleit, Verfasser des  Buches “Männerphantasien” über die männliche Eroberungskultur (Piper-Verlag), der kürzlich einen viel beachteten Vortrag mit anschließender Diskussion in Hannover dazu hielt, befragte ich dazu, wie Monika Theweleit und er ihr Familienleben gestaltet haben.
Als neueres Beispiel gleichberechtigter Kindererziehung dient ja auch Arbeitsministerin von der Leyen mit 7 Kindern und mithelfendem Mann. Zum Schluss Informationen ihres Ministeriums dazu.

Ingeburg Peters: Wie hat sich der Rollentausch über die Jahrzehnte hin auf Ihre Beziehung ausgewirkt?
Theweleit: „Rollentausch” ist nicht ganz richtig. Es handelt(e) sich um Arbeitsteilung. Meine Frau hat halbtags in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet, vormittags. Ich bin mit Sohn zu Hause geblieben und habe, so weit immer möglich, an meiner Dissertation gearbeitet. Regel dabei: das Kind geht vor.

Einer war immer für die Kinder da

Mittags habe ich gekocht; und das auch so beibehalten, als die Kinder (ein weiteres war dazugekommen) im Kindergarten und in der Schule waren. Nachmittags, wenn meine Frau zu Hause war, konnte ich die nötigen Bibliotheks-Besuche machen, Kopieren etc. oder auch mit den Kindern ins Schwimmbad gehen oder ähnliches. So war (mindestens) einer von uns immer für die Kinder da, manchmal auch beide. Seit die Kinder in Kindergarten bzw. Schule waren, lag meine tägliche sichere Zeit fürs Arbeiten zwischen morgens 8 Uhr (wenn alle aus dem Haus waren) und ca. 12 Uhr 30, wenn es Zeit fürs Kochen wurde. – wenn nicht eins der Kinder krank war und Arztbesuche anstanden. An den Wochenenden hat meine Frau überwiegend gekocht. Ich konnte etwas länger am Stück arbeiten. Abends dann meistens Besuche, Freunde, Kino oder ähnliches. Keine für abends eingeplante Arbeitszeit.

Zeiträume

diszipliniert nutzen

Diese Aufteilung der Arbeit mit den Kindern, Bringen zum und Abholen vom Kindergarten, Elternabende in der Schule, Anschauen der Hausaufgaben, Lernen mit den Kindern, wenn nötig, Kontakte mit anderen Eltern und den Freunden der Kinder,  und was sonst alles noch dazu gehört, haben wir 25 Jahre lang so praktiziert, dass größere Konflikte nicht entstanden. Ende der 70er Jahre begann meine Frau eine Ausbildung zur Psychoanalytikerin (DPV); das schloss eine mehrjährige Lehranalyse und abendliche Seminare ein; ich war dann zu Hause, was mir nicht sehr schwer fiel, da ich bis zu meinem 30. Lebensjahr so gut wie jeden Abend auswärts, in der Kneipe oder mit Freunden und Genossen verbracht habe; mein Bedarf in dieser Hinsicht also einigermaßen gedeckt war.
Weder hat die berufliche Weiterbildung meiner Frau, noch hat die Weiterentwicklung meines Schreibens unter den Arbeitsansprüchen des jeweils anderen gelitten.

Beide hatten ihre eigenen Bereiche

Eher im Gegenteil: zwar ist es unserer Meinung nach für eine solche funktionierende Arbeitsteilung unerlässlich, dass jede(r) seinen eigenen Bereich hat; die eigenen Kontakte und Freundschaften im eigenen Arbeitsbereich, wo der andere nichts hineinzureden hat.
Peters: Dennoch sind Sie der berühmtere Ehepartner geworden.
Theweleit: Im Lauf der 80er hat meine Frau neben der Kliniktätigkeit in eigener psychoanalytischer Praxis zu arbeiten begonnen; seit ca. 10 Jahren arbeitet sie nur noch selbstständig in ihrer Praxis. Umso schöner ist diese wechselseitige Selbstständigkeit, wenn beide Bereiche sich zusätzlich berühren bzw. überschneiden. So hat mein Schreiben, da zu großen Teilen psychoanalytisch ausgerichtet, immer von der Arbeit und den Kenntnissen meiner Frau profitiert. Konkret: sie ist die erste Leserin und Kritikerin der meisten meiner Texte (abgesehen von kleineren journalistischen Arbeiten, die manchmal auch so rausgehen). Während sie ebenso an den Weiterungen meiner Arbeit, besonders in den Kunstbereichen, partizipiert. Womit die Frage der „Berühmtheit” angegangen wäre. Ich habe in meinen Büchern immer betont, dass meine spezifische Art zu Schreiben als ein Koprodukt aus unserer Art der Beziehung, nicht nur der intellektuellen, angesehen werden soll. Die Beziehung zu den Kindern eingeschlossen und die zu den Freunden auch (was manche Leser meiner Bücher „nervt” – wozu immer die Erwähnung dieser Monika da; andere aber entsprechend anspricht). Denn: natürlich sind wir seit den frühen 70ern vorwiegend mit Leuten in Berührung (wenn auch seit Mitte der 80er nicht mehr in WG-artigen Wohnformen), die ein ähnliches Lebensmodell zu leben versuchen; also auf der Grundlage möglichster Gleichheit zwischen allen Beteiligten. Es gibt mehr solcher Menschen als man gemeinhin denkt (bzw. als das, was die Statistiken zu denken nahelegen). Diese Menschen leben allerdings in keiner Form irgendeiner öffentlichen Publicity.

Vergnügliches Lernen mit Kindern

Andererseits: mich hat es immer gewundert, dass nicht mehr Männer die Arbeit mit ihren Frauen entsprechend teilen. Es geht ja gar nicht darum, dass ein Teil für den anderen sein „öffentliches Leben” total aufgibt; es geht durchaus für beide (auf den Pferdefuß komme ich gleich). Es sind auch nicht primär die beruflichen (angeblichen) Karrierehindernisse. Es sieht vielmehr so aus, dass ein Großteil der Männer seine etwas blöden Gratifikationen aus den jeweiligen Männerclubs, Sportclubs, Saufclubs, Raufclubs nicht aufgeben will – aus Angst, eine nähere Arbeits- und Lebensbeziehung zu ihren Frauen würde ihnen nichts Gleichwertiges bieten; so dass sie vor ihrer Männerhorde als irgendwie in ihrer Freiheit Beschnittene dastehen würden. Das hält Mann bei uns schlecht aus – und gibt sich mit den dürftigen (und oft auch konkurrenten und sehr neidischen) Pseudogratifikationen des allgemeinen Kerle-Vereins zufrieden. Tragisch (denn Männer sind in aller Regel nicht sehr freundlich untereinander)! Ihnen entgeht eine Menge, wovon sie nichts ahnen; besonders im engen Umgang mit Kindern, der für mich immer eine Quelle ständigen Lernens war; eines vergnüglichen Lernens.

Der Pferdefuß ist

die schlechte Rente

Der Pferdefuß? Nicht die Ungleichheit im »öffentlichen Bekanntsein«. Darauf war meine Frau nie scharf. Und ich reiße mich nicht um Talkshows. Der Nachteil liegt im Finanziellen. Halbtagsarbeit in der Klinik bedeutet: halbe Rente. Nicht bis 65 dort durchgearbeitet zu haben bedeutet: weitere Rentenminderung. Und Leben als Schriftsteller mit Künstlersozialkasse bedeutet: Rentenbeiträge auf unterster Stufe.
Von der Alterssicherung war bisher die Arbeitsteilung in der Kindererziehung in den meisten Fällen nachteilig, von der Arbeitsform her aber bestens.

 

Und hier der
neueste Stand der Rechtslage

Zur Berücksichtigung von

Kindererziehungszeiten

in der Rentenversicherung:

Zeiten der Kindererziehung nach § 56 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) führen für Mütter und Väter in der gesetzlichen Rentenversicherung zur Versicherungspflicht. Die Rentenbeiträge dafür werden nicht vom Versicherungspflichtigen, sondern vom Bund gezahlt.
Diese Zeiten wirken rentenbegründend und rentensteigernd wie Pflichtbeitragszeiten aufgrund einer Erwerbstätigkeit. Bei Geburten vor 1992 umfasst die Kindererziehungszeit ein Jahr, bei Geburten ab 1992 beträgt sie drei Jahre. Sie werden mit 100 Prozent des Durchschnittsentgeltes aller Versicherten im jeweiligen Erziehungsjahr bewertet.
Die Zeiten der Kindererziehung können selbst dann angerechnet werden, wenn die Eltern während dieser Zeit einem anderen Alterssicherungssystem angehört haben. Voraussetzung ist jedoch, dass sie in dem anderen Alterssicherungssystem nicht annähernd gleich berücksichtigt werden wie in der gesetzlichen Rentenversicherung. Von dieser neuen Regelung profitieren vor allem Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen.
Anmerkung der Redaktion: Berufsständische Versorgung im engeren Sinne ist die auf einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft beruhende Altersversorgung für kammerfähige freie Berufe (Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater beziehungsweise Steuerbevollmächtigte, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte sowie Psychologische Psychotherapeuten  und Ingenieure).
Die Kindererziehungszeit wird nur einem Elternteil zugeordnet – demjenigen, der das Kind überwiegend erzogen hat. Erziehen die Eltern ihr Kind gemeinsam, ohne dass der Erziehungsanteil eines Elternteils überwiegt, erhält grundsätzlich die Mutter die Kindererziehungszeit. Soll der Vater die Kindererziehungszeit erhalten, obwohl er das Kind nicht überwiegend erzieht, müssen sie für die Zukunft eine übereinstimmende gemeinsame Erklärung abgeben. Diese Erklärung kann auch rückwirkend, höchstens jedoch für zwei Kalendermonate, abgegeben werden.
Neben Beitragszeiten wegen Kindererziehung können Eltern auch sogenannte Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung nach § 57 SGB VI erhalten. Diese erleichtern den Zugang zu einer Rente. Die Berücksichtigungszeit für Kindererziehung beginnt mit dem Tag der Geburt und endet mit dem Monat der Vollendung des zehnten Lebensjahres des Kindes.
Kinderberücksichtigungszeiten werden wie Kindererziehungszeiten nur einem Elternteil zugeordnet – demjenigen, der das Kind überwiegend erzogen hat.