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  • Motive

     #Leyen hat seinerzeit Wulff gefragt,sie wolle politisch tätig werden+er riet,in Ortsverein einzutreten.Aber sie war natürlich die Ministerpräsident AlbrechtTochter, während Merkel ddrmaedchen war, die in einem SPD-Ortsverein nie hochgekommen wäre .Leyens Motiv : das Leiden ihrer Mutter,ehem.Journalistin nun nur noch Gattin. Ip

  • Völkermord wegen "Lebensraumplaenen"

    Gedenkstätte Ahlem: Online-Vortrag am 22. April

    Dr. Bert Hoppe spricht über Deutsche Besatzungspolitik in der Sowjetunion

     Hannover. Mit dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion begannen die Deutschen einen erbarmungslosen Vernichtungskrieg, dessen Folgen bis heute nachwirken. Im Unterschied zu den Gegnern im Westen definierten die Nationalsozialisten die Völker Osteuropas als minderwertig – sie standen ihren „Lebensraumplänen“ im Weg. Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem spricht der Historiker Dr. Bert Hoppe am Donnerstag, 22. April 2021, ab 19 Uhr darüber, wie die deutschen Angreifer in den besetzten Gebieten binnen weniger Wochen vom antisemitischen Terror zum Völkermord übergingen. Der Vortrag findet aufgrund der aktuellen Situation via Webex statt. Im Anschluss ist ein Gespräch mit Bert Hoppe möglich. Interessierte können den Online-Vortrag ab 18.50 Uhr über folgenden Link verfolgen: https://bit.ly/3apgeOb 

    Im Zuge ihres Vernichtungskrieges ließ die deutsche Wehrmacht Hunderttausende sowjetische Kriegsgefangene verhungern; später löschten die Deutschen hunderte Dörfer aus, vor allem in Belarus. Zugleich nutzten die Besatzer die bestehenden ethnischen Spannungen und die Hoffnung auf nationale Unabhängigkeit aus, um ihre Herrschaft über das riesige Territorium mithilfe von Kollaborateuren zu festigen. Obwohl die damals von den Deutschen aufgestellten Polizei- und Militäreinheiten schwerste Massenverbrechen begingen und es in Ostgalizien zwischen Ukrainern und Polen zu einem Krieg im Krieg kam, werden die damaligen Akteure bis heute als „Freiheitskämpfer“ verehrt.

     Bert Hoppe ist Historiker und Journalist. Er forscht und schreibt vor allem über die deutsch-sowjetischen Beziehungen, die Judenverfolgung und die Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts.

     

  • Stadt #Hannover Preis für Gesichtserkennung - Wer protestiert?

    Montag, 19. April, um 18.30 Uhr
    als Zoom-Konferenz.
     Gewinnerin des „STADT HANNOVER PREIS 2020 – Frauen machen Standort“ Preisträgerin Gesa Lischka, Geschäftsführerin und Inhaberin der Kreativ- und Neurostrategieagentur Kochstrasse – Agentur für Marken, wird zu diesem Zweck online hinzugeschaltet.

    Die Wirtschaftsförderung #Hannover feiert dann den #StadtHannoverpreis für #Gesichtserkennung! Im Endstadium hat ein Polizist auf seiner Spezialbrille dein Gesicht eingeblendet+ob du brav warst. Der Gruene OB Onay+Journalist Jan Sedelies promoten das Ereignis.Schaemt euch

    https://youtu.be/9LOEXDvTmBg



  • homeoffice Ipideefoto
  • Bespitzelung nun offiziell

     

    Niedersächsischer Verfassungsschutz verschickt Bekennerschreiben

    Immerhin wissen diejenigen, die Ende März aus heiterem Himmel heraus Post vom niedersächsischen Innenministerium bekommen haben, nun Bescheid: Im schönsten Behördendeutsch teilte ihnen per Brief Merle Herwarth von Bittenfeld mit, daß „die niedersächsische Verfassungsschutzbehörde zur Erfüllung ihrer Aufgaben Daten mit nachrichtendienstlichen Mitteln … erhoben hat. Dabei wurden auch personenbezogene Daten zu ihrer Person erhoben.“

    Frau Herwarth von Bittenfeld -  Sproß einer der ehrwürdigsten Generalsdynastien, die in jedem deutschen Krieg der letzten 200 Jahren mitgeschlachtet hat – gibt den Empfängern nun immerhin Gewißheit, daß gegen sie im Namen des Volkes Spitzel, Telefonabhörschaltungen und andere „nachrichtendienstliche Mittel“ eingesetzt wurden. Die meisten der Angeschriebenen wird das nicht überrascht haben.

    Trotz Nachfragen nicht nur von linken Medien, sondern auch der konservativen „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, die neben anderen Zeitungen berichtete, war das Ministerium nicht zu bewegen, doch wenigstens zu benennen, wie viele im Adressdatensatz für dieses Anschreiben gestanden haben. Sicher ist: Die Gewerkschaftssekretärin Maren Kaminski (GEW), die früher als Landesgeschäftsführerin der Partei „Die Linke“ (PdL) tätig war, ist ebenso dabei wie weitere Mitglieder dieser Partei und mindestens sechs Genossinnen und Genossen der DKP. 

    Die nun entdeckte Ehrlichkeit ändere, so bemerkte deren Vorsitzender Patrik Köbele in einer Erklärung vom 7. April, „nichts am Skandal der verfassungswidrigen Bespitzelung von Demokraten.“ Der Vorgang steht in der Tat in der Tradition der Berufsverbote, die vor allem hunderte von Mitgliedern der DKP ihre berufliche Existenz zerstört haben und der Verfolgung von Funktionären, die sich um den Aufbau der DDR verdient gemacht haben. Historisch reihe sich das, so Köbele ein in die „Inlandsgeheimdienste seit der Weimarer Republik.“ Da helfe nur eines: „Die Auflösung des Verfassungsschutzes.“

    Die Briefkampagne des niedersächsischen Innenministers Boris Pastorius (SPD) wird Folgen haben. Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende der PdL forderte eine „Entschuldigung“ von ihm, die sie vermutlich nicht bekommen wird und Kaminski sowie ein betroffener Göttinger Soziologe haben den Rechtsanwalt Sven Adam beauftragt, ein Auskunftsersuchen zu starten, um wenigstens herauszubekommen, nach welchen Kriterien diese Spitzelei und ihre jetzige öffentliche Bekanntgabe erfolgt sei. 

    Sabine Frieden-Paland, seit 1974 Mitglied der DKP in Oldenburg ist eine von denen, die nun offiziell wissen, daß sie bespitzelt wurden. Sie berichtete in einem Interview für die „junge welt“, daß in den siebziger Jahren in Mitgliederversammlungen der DKP Leute des Verfassungsschutzes eingeschleust worden seien, „die dort Protokoll geführt haben“ und erzählt von einem Genossen, dessen „bester Freund vom Verfassungsschutz rekrutiert wurde.“ Es sei davon auszugehen, daß sie und andere über viele Jahrzehnte ununterbrochen beobachtet worden seien. 

    Wenn das so ist, hat diese unwürdige Praxis vielleicht sogar noch eine gute Seite: Wenn es eines Tages gelänge, die Archive des niedersächsischen Verfassungsschutzes vor ihrem Schreddern zu öffnen, gäbe es über die Tätigkeiten vieler Genossinnen und Genossen, die selten Zeit hatten, ihre eigenen Tätigkeiten zu archivieren, eine lückenlöse Chronik des Kampfes. Das wäre dann gutes Material für Historiker – zum Beispiel für solche, die an der Ausübung ihres erstrebten Berufes durch eben diese Praxis gehindert wurden.

    Manfred Sohn

    Meine Anmerkung dazu: Nachdem mich ein Polizeispitzel, der auch regelmäßig im Jugendzentrum Glocksee Hannover auftaucht, mehrfach belästigte, fragte ich bei der Polizei nach, ob dort eine Akte über mich existiere. Dies wurde verneint. Eine Kollegin gab mir den Hinweis, dass die Akte in einem anderen Bundesland geführt werden könne. Und ich erinnerte mich, dass ich im Papierkorb Schreiben des Verfassungsschutzes von NRW (? weiß es nicht mehr genau) gefunden hatte. Sollte das eine Warnung sein? Bin weder links noch rechts noch Mitte. 

    #Hannover #Verfassungsschutz #Polizei "Lassen Sie die Polizei in Ruhe"drohte mir der pensionierte #Kripomann,der auch regelmäßig im UJZ #Glocksee auftaucht.Später fotografierte er mein Haus+ anfangs versuchte er mich zu Ausländerfeindlichen Aeusserungen zu bringen. 

    Vom Alter her könnte er derselbe "#Kontaktbulle"  sein, wie die Schwester von UlrikeMeinhof den nannte, der ihr drohte, man werde ihre Schwester erschießen, wenn sie nicht Kontakt mit ihr aufnaehme. 

    Ingeburg Peters 

    Josef Weizenbaum: die Maschine entscheidet, der Mensch wählt.

    Schachspieler Kasparow: Wählen kann sein, sich gegen Wahrscheinlichkeiten zu entscheiden.

    Immanuel Kant: Gesetze nötigen uns, Gründe machen uns geneigt. 

    https://youtu.be/UASjl0qLbKk



  • Abgeordneter Stefan Wenzel bringt es auf den Punkt

    Der deutsche #Föderalismus kommt wenigstens ein wenig näher an #Demokratie heran, wie sie z. B. die Schweizer Kantone pflegen. Spätestens wenn Merkel weg ist, wird die Gesetzesänderung garantiert missbraucht+Pharmafirmen reiben sich Haende? Ingeburg Peters 


    Geplante Gesetzesänderungen im Bund zum Thema Corona

    Anbei ein paar Gedanken von Stefan Wenzel zur Lage:

    1. Die vorgeschlagene erneute Änderung der Zuständigkeiten ist mE in erster Linie parteipolitisch motiviert und wird die Corona Lage nicht grundsätzlich verbessern. Im Kern soll es Handlungswillen demonstrieren und den Streit der Union über die Kanzlerkandidatur übertönen. 
    2. Die vorgeschlagene Änderung der Zuständigkeiten verzögert notwendige Schritte und beschleunigt sie nicht. 
    3. Die vorgeschlagene Änderung der Zuständigkeiten hebt auf den Wert 100 ab, der keine gute Begründung hat, sondern lediglich ein Formelkompromiss der MPK war. Entscheidend wäre der Wert, der die individuelle Kontaktverfolgung ermöglicht und sicherstellt, dass die Gesundheitsämter nicht absaufen.
    4. Die vorgeschlagenen Massnahmen sind erratisch. Sie überziehen bei der Ausgangssperre und sichern die Black Box Betriebe, Saisonarbeit, Fleischindustrie etc. ab. Sie halten sich nicht an die Regel, dass jede Massnahme eine wissenschaftliche Begründung braucht in Bezug auf ihre Effizienz. Wer das nicht beachtet scheitert schnell vor Gericht. 
    5. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind handwerklich nicht durchdacht und werden schon nach kurzer Zeit heftig in der Kritik stehen. Nur ein Beispiel: Wenn der Sommer heiss wird und Stadtbewohner*innen ab 21 h in der Wohnung bleiben müssen, wird es kritisch. Darf eine Landbewohner*in dann in den Garten? Das provoziert erneut Spaltungsdebatten. 
    6. Warum sollte das Bundesgesundheitsministerin hier erfolgreicher agieren als bei Maskenkauf, Verträgen für Vakzinbezug und Testmaterial. Wer schützt uns vor weiterreichenden Nebengeschäften. Wann wird offengelegt wer bei Spahns Spendenessen war?
    7. Die vorgeschlagenen Änderungen der Zuständigkeiten kommen wieder im Turboverfahren ohne vernünftige Anhörungen. Die Parlamentsbeteiligung übers Wochenende geht gar nicht. Einer substantiellen Beteiligung der Parlamente verweigern sich die Grokos in Berlin und Hannover.
    8. Die vorgeschlagene Änderung der Zuständigkeiten verwischt Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und wird viele Folgeänderungen bei Finanzierung, Durchsetzung etc nach sich ziehen, die schwer zu durchblicken sind. Minister Pistorius hat recht, dass der Bund nicht viel erfahrenes Personal für Kat-Fälle hat. Die erfahrenen Leute sitzen in Kommunen und Ländern.
    9. Die vorgeschlagene Änderung der Zuständigkeiten lässt das Thema Kommunikation erneut links liegen. Hier liegt einer der wichtigsten Schlüssel für die Beherrschung der Pandemie. Glaubwürdig, nachvollziehbar, barrierefrei, schnell, konsistent, lernende Verfahren.
    10. Die vorgeschlagene Änderung der Zuständigkeiten hebelt die vertikale Gewaltenteilung aus. Sie war eine wichtige Lehre aus der Weimarer Republik.
    11. Wir müssen die globale Dimension der Pandemie in den Blick nehmen. Es braucht europäische und globale Ansätze. Hier hört man von der Bundesregierung garnichts von Substanz. Weder von Vakzinzugang für ärmere Länder noch zu Gesundheitsvorsorge. Erste Berichte über zwei Länder mit Mutanten, die die Pfizer und Biontec-Präparate in ihrer Wirkung durchbrechen, zeigen, dass wir viel langfristiger denken müssen, um vor die Lage zu kommen.

  • Der Drogenhandel floriert

    m.faz.net/aktuell/rhein-
    Ein interessanter Bericht auch für #Hannover, wo die Wochenzeitung 'Zeit' eine Langzeitstudie über die Gegend um den Goetheplatz macht, wo alte Bewohner:innen vertrieben wurden,aber dennoch der Drogenhandel vor allem durch neue sogenannte  "Gentrifizierer" mit Appartements +Kurzzeitvermietung explodierte.


  • Erina aus Hannover ist jetzt Chefin vom Philadelphia Orchestra

    Schau dir "Civic Orchestra, Erina Yashima in Mahler 6" auf YouTube an youtu.be/l3p27mWhUXs oh ich liebe unsere einstigen Kids aus der geheimen Kulturhauptstadt #Hannover, so begabt, so liebevoll. Igor Levit, Josephine Goehmann, UnicaPeters, TobiasWenzel, Gabriele und Cornelius Meister, Jessica und Glenn Buesing, und eben #ErinaYashima, jetzt Assistenzdirigentin beim Philadelphia Orchestra. Die weibliche Energie ist unerschöpflich, ein nachwachsender Rohstoff, der nichts weiter braucht als eine Chance.

    Zwei weitere Begabte aus der Gruppe sind weniger liebevoll ins Berufsleben eingestiegen, die eine als Alphafrau bei Mckinsey, der andere bei Deloitte... 




  • Weil weiss das


     #google+#apple+#Amazon +#Uber drängen in den #Automarkt, um Autos als 'rollende #smartphones' mit ihrem Datenschatz+gewaltigen Finanzmitteln zu vernetzen.

    70% der am #Verbrenner hängenden #Zulieferer mit 50 000 Beschäftigten könnten dann keine Alternativen finden. Unser #MP #Weil weiß das!




  • DIAKOVERE: Neuer Chefarzt im Zentrum für Medizin im Alter
    Priv.-Doz. Dr. Olaf Krause folgt auf Prof. Dr. Klaus Hager

    Staffelstab-Übergabe bei DIAKOVERE: Priv.-Doz. Dr. Olaf Krause wird neuer Chefarzt im Zentrum für Medizin im Alter. Er löst Prof. Dr. Klaus Hager ab, der seit 1992 als Chefarzt die Klinik für Medizinische Rehabilitation und Geriatrie leitete und jetzt in den Ruhestand geht.
    Der bisherige Leitende Oberarzt Krause ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Diabetologie, Geriatrie und Notfallmedizin. Er hat einen Lehrauftrag für Geriatrie an der Medizinischen Hochschule (MHH) und hat die letzten Jahre dort am Institut für Allgemeinmedizin gearbeitet und geforscht.


  • Corona-#Werte-Wandel #vaccine value vicissitude (Poem by Ingeburg Peters): 

     Friday is a bad day, 
     Saturday is a bad day, 
     Sunday is a bad day. 

     But then, but then comes Monday. 
     Monday is nice, 
     Thuesday is nice, 
     Wednesday is nice Thursday is nice. 
     But then, 
    but then comes Weekend, 
    the weak end.


  • #FroheOstern !Bei den Opfern #AstraZeneca wird nicht von #Frauen oder gar Pflegerinnen gesprochen.
    Man setzt sich für #BruderHahn ein,nicht für #Legehennen.
    In China kommen durch #UltraschallSelektion auf 100 heiratsfaehige Mädchen durch 140 Maenner,der Rest wird aus Nachbarländern gefügig gemacht. 
    Maennermacht brechen! Ip


Ich = Ich + Du

Ich = Ich + Du

Jedes private Besitztum ist mit einer sozialen Hypothek belegt…

 

Von Unica Peters

 

Die hispanische Befreiungstheologin und Feministin Ada María Isasi-Díaz über „Solidarity – The Social Contract of the 21st Century“.

Prof. Isasi-Díaz verdeutlicht anhand der Leitwerte der französischen Revolution –liberté, égalité, fraternité die Notwendigkeit von Solidarität.

Der auf das Prinzip der Solidarität verweisende Wert der Brüderlichkeit ist laut Isasi-Díaz als einziger der drei Begriffe in unserer westlichen Welt nicht als Gesetz kodifiziert worden. Dabei ist Solidarität in Zeiten der Globalisierung unabdingbar, um Gerechtigkeit zu erreichen. Verstanden ist Solidarität hier als gemeinsame Verantwortung und gemeinsame Interessen. Bedürftige und Besitzende sind intrinsisch miteinander verbunden; Menschen sind soziale Wesen.

Wir gehen moralisch und auch wirtschaftlich zugrunde, wenn wir uns von den Menschen der „Dritten Welt“ nicht zum Nachdenken über unseren Lebensstandard herausfordern lassen. Zu ihnen stehen wir in einem beidseitigen Abhängigkeits-Verhältnis.

Wir tragen Verantwortung füreinander und haben Anspruch auf gegenseitige Unterstützung. Deswegen geht Solidarität ihrer Struktur nach deutlich über Wohltätigkeit hinaus, auch wenn Letztere nichts Schlechtes ist.

Solidarität bedeutet nicht, zu applaudieren, wenn Unterdrückte

für ihre Rechte kämpfen. Solidarität bedeutet, sich den kritischen

Anfragen und den Forderungen nach Unterstützung, mit denen

sie sich an uns Privilegierte wenden, zu stellen.

Dass die Armen und Schwachen dieser Welt solche Erwartungen

und Wünsche haben, beschrieb Ada María Isasi-Díaz am Beispiel

einiger katholischer Nonnen in einem ländlichen Teil Südamerikas,

die sie auf einer Reise besuchte.

Kurz vor der Abfahrt berichteten die Frauen, ihnen fehlten die Mittel,

um ihre jungen Schutzbefohlenen für die Schule auszurüsten.

Sie begnügten sich nicht damit, für ihr Engagement gelobt zu werden,

sondern sie baten Frau Isasi-Díaz, ihre persönlichen Möglichkeiten

der Unterstützung auszuschöpfen. Daraus wurde ein Spendenappell,

der einige Mittel einbrachte.

Das Entscheidende an der Situation war die gleichberechtigte Begegnung.

Spenden zu sammeln oder Protestbriefe zu schreiben ist kein Akt der

Güte und Muße, sondern das Eingeständnis, mit dem Rest der Welt verbunden zu sein.

Unser Ich ist nicht vollständig ohne ein Du.

Ohne unser Gegenüber sind wir nicht wir selbst.

Arme und unterdrückte Menschen existieren nicht unabhängig

von unserer Situation. Weil wir wir sind, sind sie sie.

Dabei gilt zu bedenken, dass Armut ein politisches Problem ist.

Wir haben uns unsere Privilegien nicht mit eigener Hand genommen.

Aber um wir selbst zu sein und uns selbst zu erkennen, müssen wir

uns unserer privilegierten Lebensumstände bewusst werden und

die Konsequenz daraus ziehen:

Wir sind moralisch dazu verpflichtet, Verantwortung für unseren

Reichtum zu übernehmen und uns für die Anliegen der Armen zu öffnen.

Die „Occupy“-Bewegung in den USA etwa hat die Diskussion über

den Kapitalismus verändert, und Frau Isasi-Díaz sympathisiert

mit der Idee einer „Occupy Faith“-Bewegung, die eine ähnliche

Gesellschaftskritik zugunsten eines fairen Miteinanders ins

Zentrum des christlichen Glaubens stellt.

Dem neoliberalen Trend der Privatisierung stellt sich

zum Beispiel die US-Finanzexpertin Elizabeth Warren entgegen,

die auch eine 2010 von Präsident Barack Obama bewilligte

Verbraucherschutzbehörde für Finanzprodukte durchsetzte.

Schließlich fahren auch Millionäre, die sich aufgrund ihrer

finanziellen Mittel als über staatliche Versorgungssysteme

erhaben fühlen, auf Straßen, die mit Steuergeldern finanziert wurden.

Frau Isasi-Díaz erwähnte in diesem Zusammenhang auch die

Äußerung Johannes Paul des II., jedes private Besitztum sei mit einer sozialen Hypothek belegt.

Wie soll nun eine Befreiung aussehen?

Eine gesunde, solidarische (Welt-)gesellschaft zeichnet sich

für die Vortragende aus durch „fullness of life“.

Dies entspricht dem, was Indigene in Südamerika unter

el buen vivir verstehen: Gut (als Adverb verstanden!) zu leben

bedeutet demnach, dass Menschen, Gemeinschaften und

die Natur in Harmonie leben, einander respektieren und keine Gewinne

auf Kosten der anderen Mitglieder der Gemeinschaft anstreben.

Auch im Königreich Bhutan setzt man dem Gewinnstreben

andere Werte entgehen: statt dem Bruttosozialprodukt

ist hier das aus vier Säulen und acht Indexen basierende Prinzip des

„Bruttosozialglücks“ Maßstab für Glück und Zufriedenheit.

Das Beispiel des nach westlichen Maßstäben wirtschaftlich

unter­entwickelten Königreichs Bhutan wirft außerdem

die Frage nach Sinn und Ziel von Entwicklungspolitik,

und Entwicklungszusammenarbeit als Alternative, auf.

Martha Nussbaum, Philosophin und Professorin

für Rechtswissenschaften und Ethik an der University of Chicago,

entwickelte in diesem Bereich in den 1980er Jahren gemeinsam

mit Amartya Sen den „Fähigkeiten-Ansatz“,

der Fähigkeiten (im Sinne von substantiellen Freiheiten wie einem

langen Leben, Beteiligung an wirtschaftlichen Transaktionen

und politischer Teilhabe) als konstitutive Bestandteile

von Entwicklung ansieht und Armut als Entzug von Fähigkeiten definiert.

Die von Isasi-Díaz aufgegriffenen Themen zeigen,

dass Solidarität auf der Ebene der Werte und Maßstäbe ansetzen muss.

Solidarität entsteht und wird notwendig, weil wir soziale Wesen sind.

Sie ist ein menschlicher, kein allein christlicher Wert.

Die anfangs erwähnte, beidseitige Beziehung zwischen

Angehörigen der Ersten und der Dritten Welt braucht

keine Intimität oder Vertrautheit, um funktionieren zu können.

Auch aus Gebieten, die weit von uns entfernt sind, erreichen

uns Botschaften, Ansprüche und Erwartungen.

Wir wissen um die Verknüpfungen unseres Wohlstandes

mit der Armut in der Welt. Wenn wir unserer Verantwortung

gerecht werden wollen, können wir

keinen „individuellen“ Weg gehen und uns

der beidseitigen Beziehung entziehen.

Aber auch in unterprivilegierten Gruppen entsteht

Solidarität nicht automatisch. Isasi-Díaz berichtete

hier von Latinas in den USA, die sich aufopfern,

um ihren Kindern den Besuch Oberschule oder

sogar der Universität zu ermöglichen.

Die nun gebildeteren Kinder schämen sich oft

für die Einfachheit ihrer Mütter, anstatt ihnen dankbar zu sein.

Als Einwanderer zweiter Generation meinen sie,

sich in die Erste Welt einkaufen und anpassen zu müssen.

Häufig entwickeln sie erst mit Heirat und Familiengründung

ein Bewusstsein dafür, dass ihre eigene Stellung

auf der Unterstützung der Müttergeneration beruht.

Im Sinne der Solidarität wäre es für diese jungen Amerikaner wichtig,

sich weiterhin in ihrer Herkunftsgemeinschaft verwurzelt zu sehen

und zu versuchen, dieses Prinzip der gegenseitigen Hilfe in ihrem

neuen gesellschaftlichen Umfeld zu etablieren.

 

Natürlich können wir nicht in allen Lebensbereichen gleichermaßen

Verantwortung für unsere Privilegien übernehmen und uns

solidarisch mit den sozial und wirtschaftlich Unterdrückten zeigen.

Aber wir können Schwerpunkte in einigen Bereichen setzen.

Auch unser Leben im materiellen Sinn zu vereinfachen kann helfen,

das „wir“ zu entdecken.

An dieser Stelle kommt eine wichtige Frage auf: Wie sollen

wir mit den Unterdrückern, den Reichen, umgehen?

Frau Isasi-Díaz stimmt zu, dass dies ein heikler Punkt sei.

Sie wies darauf hin, dass es auch unter den Superreichen Menschen gibt,

die sich in der Verantwortung sehen, etwa Warren Buffet und Bill und Melinda Gates,

die seit Jahren nicht nur die Zinsen, sondern auch die Substanz

ihres Vermögen in private Wohltätigkeitsstiftungen investieren.

Generell wird es aber wohl schwer sein, den Superreichen zu vermitteln,

dass sie den Rest der Gesellschaft (also sowohl uns als Mittelschicht,

als auch die Ärmsten) brauchen.

Ada María Isasi-Díaz bezeichnet sich denn auch ganz offen

als historische Utopistin, die fest an das „Wir“-Gefühl glaubt, weil sie es z.B. in indigenen Gemeinschaften erlebt hat.

Ada María Isasi-Díaz ist Prof. em. für Ethik und Theologie

an der Drew University, New Jersey.

Kontakt: aisasidi@drew.edu.

Homepage: http://users.drew.edu/aisasidi/.

Ihr neues Buch, das die im Vortrag vorgestellten Ideen entwickelt,

wird 2013 unter dem Titel Justicia:

A Reconciliatory Praxis of Care and Tenderness bei der Fortress Press erscheinen.


[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Conacami, Abschnitt „Mission and Vision“,

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Bhutan,

Abschnitt „Wirtschaftliches Gefälle“, abgerufen ab 10.01.12.

Berichte über Bhutan gibt es laut Isasi-Díaz regelmäßig auf aljazeera.com.

[4] http://en.wikipedia.org/wiki/Martha_Nussbaum, Abschnitt „The Capability approach“,

Frau Isasi-Díaz empfiehlt hierzu auch Nussbaums 2000

bei der Cambridge University Press erschienenes Buch Women and Human Development.

Interview mit Klaus Theweleit über Elternzeit

Die Quadratur des Kreises:
Wenn die Eltern
gemeinsam arbeiten und erziehen…

 

Es herrscht eine große Unlust unter den jungen Leuten, Kinder zu bekommen. Immer mehr potentielle Eltern trauen sich Kindererziehung überhaupt nicht mehr zu und haben Angst vor beruflichen und finanziellen Einschränkungen. Einen der Nestoren in Sachen Gleichberechtigung, Klaus Theweleit, Verfasser des  Buches “Männerphantasien” über die männliche Eroberungskultur (Piper-Verlag), der kürzlich einen viel beachteten Vortrag mit anschließender Diskussion in Hannover dazu hielt, befragte ich dazu, wie Monika Theweleit und er ihr Familienleben gestaltet haben.
Als neueres Beispiel gleichberechtigter Kindererziehung dient ja auch Arbeitsministerin von der Leyen mit 7 Kindern und mithelfendem Mann. Zum Schluss Informationen ihres Ministeriums dazu.

Ingeburg Peters: Wie hat sich der Rollentausch über die Jahrzehnte hin auf Ihre Beziehung ausgewirkt?
Theweleit: „Rollentausch” ist nicht ganz richtig. Es handelt(e) sich um Arbeitsteilung. Meine Frau hat halbtags in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet, vormittags. Ich bin mit Sohn zu Hause geblieben und habe, so weit immer möglich, an meiner Dissertation gearbeitet. Regel dabei: das Kind geht vor.

Einer war immer für die Kinder da

Mittags habe ich gekocht; und das auch so beibehalten, als die Kinder (ein weiteres war dazugekommen) im Kindergarten und in der Schule waren. Nachmittags, wenn meine Frau zu Hause war, konnte ich die nötigen Bibliotheks-Besuche machen, Kopieren etc. oder auch mit den Kindern ins Schwimmbad gehen oder ähnliches. So war (mindestens) einer von uns immer für die Kinder da, manchmal auch beide. Seit die Kinder in Kindergarten bzw. Schule waren, lag meine tägliche sichere Zeit fürs Arbeiten zwischen morgens 8 Uhr (wenn alle aus dem Haus waren) und ca. 12 Uhr 30, wenn es Zeit fürs Kochen wurde. – wenn nicht eins der Kinder krank war und Arztbesuche anstanden. An den Wochenenden hat meine Frau überwiegend gekocht. Ich konnte etwas länger am Stück arbeiten. Abends dann meistens Besuche, Freunde, Kino oder ähnliches. Keine für abends eingeplante Arbeitszeit.

Zeiträume

diszipliniert nutzen

Diese Aufteilung der Arbeit mit den Kindern, Bringen zum und Abholen vom Kindergarten, Elternabende in der Schule, Anschauen der Hausaufgaben, Lernen mit den Kindern, wenn nötig, Kontakte mit anderen Eltern und den Freunden der Kinder,  und was sonst alles noch dazu gehört, haben wir 25 Jahre lang so praktiziert, dass größere Konflikte nicht entstanden. Ende der 70er Jahre begann meine Frau eine Ausbildung zur Psychoanalytikerin (DPV); das schloss eine mehrjährige Lehranalyse und abendliche Seminare ein; ich war dann zu Hause, was mir nicht sehr schwer fiel, da ich bis zu meinem 30. Lebensjahr so gut wie jeden Abend auswärts, in der Kneipe oder mit Freunden und Genossen verbracht habe; mein Bedarf in dieser Hinsicht also einigermaßen gedeckt war.
Weder hat die berufliche Weiterbildung meiner Frau, noch hat die Weiterentwicklung meines Schreibens unter den Arbeitsansprüchen des jeweils anderen gelitten.

Beide hatten ihre eigenen Bereiche

Eher im Gegenteil: zwar ist es unserer Meinung nach für eine solche funktionierende Arbeitsteilung unerlässlich, dass jede(r) seinen eigenen Bereich hat; die eigenen Kontakte und Freundschaften im eigenen Arbeitsbereich, wo der andere nichts hineinzureden hat.
Peters: Dennoch sind Sie der berühmtere Ehepartner geworden.
Theweleit: Im Lauf der 80er hat meine Frau neben der Kliniktätigkeit in eigener psychoanalytischer Praxis zu arbeiten begonnen; seit ca. 10 Jahren arbeitet sie nur noch selbstständig in ihrer Praxis. Umso schöner ist diese wechselseitige Selbstständigkeit, wenn beide Bereiche sich zusätzlich berühren bzw. überschneiden. So hat mein Schreiben, da zu großen Teilen psychoanalytisch ausgerichtet, immer von der Arbeit und den Kenntnissen meiner Frau profitiert. Konkret: sie ist die erste Leserin und Kritikerin der meisten meiner Texte (abgesehen von kleineren journalistischen Arbeiten, die manchmal auch so rausgehen). Während sie ebenso an den Weiterungen meiner Arbeit, besonders in den Kunstbereichen, partizipiert. Womit die Frage der „Berühmtheit” angegangen wäre. Ich habe in meinen Büchern immer betont, dass meine spezifische Art zu Schreiben als ein Koprodukt aus unserer Art der Beziehung, nicht nur der intellektuellen, angesehen werden soll. Die Beziehung zu den Kindern eingeschlossen und die zu den Freunden auch (was manche Leser meiner Bücher „nervt” – wozu immer die Erwähnung dieser Monika da; andere aber entsprechend anspricht). Denn: natürlich sind wir seit den frühen 70ern vorwiegend mit Leuten in Berührung (wenn auch seit Mitte der 80er nicht mehr in WG-artigen Wohnformen), die ein ähnliches Lebensmodell zu leben versuchen; also auf der Grundlage möglichster Gleichheit zwischen allen Beteiligten. Es gibt mehr solcher Menschen als man gemeinhin denkt (bzw. als das, was die Statistiken zu denken nahelegen). Diese Menschen leben allerdings in keiner Form irgendeiner öffentlichen Publicity.

Vergnügliches Lernen mit Kindern

Andererseits: mich hat es immer gewundert, dass nicht mehr Männer die Arbeit mit ihren Frauen entsprechend teilen. Es geht ja gar nicht darum, dass ein Teil für den anderen sein „öffentliches Leben” total aufgibt; es geht durchaus für beide (auf den Pferdefuß komme ich gleich). Es sind auch nicht primär die beruflichen (angeblichen) Karrierehindernisse. Es sieht vielmehr so aus, dass ein Großteil der Männer seine etwas blöden Gratifikationen aus den jeweiligen Männerclubs, Sportclubs, Saufclubs, Raufclubs nicht aufgeben will – aus Angst, eine nähere Arbeits- und Lebensbeziehung zu ihren Frauen würde ihnen nichts Gleichwertiges bieten; so dass sie vor ihrer Männerhorde als irgendwie in ihrer Freiheit Beschnittene dastehen würden. Das hält Mann bei uns schlecht aus – und gibt sich mit den dürftigen (und oft auch konkurrenten und sehr neidischen) Pseudogratifikationen des allgemeinen Kerle-Vereins zufrieden. Tragisch (denn Männer sind in aller Regel nicht sehr freundlich untereinander)! Ihnen entgeht eine Menge, wovon sie nichts ahnen; besonders im engen Umgang mit Kindern, der für mich immer eine Quelle ständigen Lernens war; eines vergnüglichen Lernens.

Der Pferdefuß ist

die schlechte Rente

Der Pferdefuß? Nicht die Ungleichheit im »öffentlichen Bekanntsein«. Darauf war meine Frau nie scharf. Und ich reiße mich nicht um Talkshows. Der Nachteil liegt im Finanziellen. Halbtagsarbeit in der Klinik bedeutet: halbe Rente. Nicht bis 65 dort durchgearbeitet zu haben bedeutet: weitere Rentenminderung. Und Leben als Schriftsteller mit Künstlersozialkasse bedeutet: Rentenbeiträge auf unterster Stufe.
Von der Alterssicherung war bisher die Arbeitsteilung in der Kindererziehung in den meisten Fällen nachteilig, von der Arbeitsform her aber bestens.

 

Und hier der
neueste Stand der Rechtslage

Zur Berücksichtigung von

Kindererziehungszeiten

in der Rentenversicherung:

Zeiten der Kindererziehung nach § 56 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) führen für Mütter und Väter in der gesetzlichen Rentenversicherung zur Versicherungspflicht. Die Rentenbeiträge dafür werden nicht vom Versicherungspflichtigen, sondern vom Bund gezahlt.
Diese Zeiten wirken rentenbegründend und rentensteigernd wie Pflichtbeitragszeiten aufgrund einer Erwerbstätigkeit. Bei Geburten vor 1992 umfasst die Kindererziehungszeit ein Jahr, bei Geburten ab 1992 beträgt sie drei Jahre. Sie werden mit 100 Prozent des Durchschnittsentgeltes aller Versicherten im jeweiligen Erziehungsjahr bewertet.
Die Zeiten der Kindererziehung können selbst dann angerechnet werden, wenn die Eltern während dieser Zeit einem anderen Alterssicherungssystem angehört haben. Voraussetzung ist jedoch, dass sie in dem anderen Alterssicherungssystem nicht annähernd gleich berücksichtigt werden wie in der gesetzlichen Rentenversicherung. Von dieser neuen Regelung profitieren vor allem Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen.
Anmerkung der Redaktion: Berufsständische Versorgung im engeren Sinne ist die auf einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft beruhende Altersversorgung für kammerfähige freie Berufe (Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater beziehungsweise Steuerbevollmächtigte, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte sowie Psychologische Psychotherapeuten  und Ingenieure).
Die Kindererziehungszeit wird nur einem Elternteil zugeordnet – demjenigen, der das Kind überwiegend erzogen hat. Erziehen die Eltern ihr Kind gemeinsam, ohne dass der Erziehungsanteil eines Elternteils überwiegt, erhält grundsätzlich die Mutter die Kindererziehungszeit. Soll der Vater die Kindererziehungszeit erhalten, obwohl er das Kind nicht überwiegend erzieht, müssen sie für die Zukunft eine übereinstimmende gemeinsame Erklärung abgeben. Diese Erklärung kann auch rückwirkend, höchstens jedoch für zwei Kalendermonate, abgegeben werden.
Neben Beitragszeiten wegen Kindererziehung können Eltern auch sogenannte Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung nach § 57 SGB VI erhalten. Diese erleichtern den Zugang zu einer Rente. Die Berücksichtigungszeit für Kindererziehung beginnt mit dem Tag der Geburt und endet mit dem Monat der Vollendung des zehnten Lebensjahres des Kindes.
Kinderberücksichtigungszeiten werden wie Kindererziehungszeiten nur einem Elternteil zugeordnet – demjenigen, der das Kind überwiegend erzogen hat.