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Bitte besuchen Sie deshalb unsere Rubrik “Handel und Wandel“.

  • Die Gewinne der Reichen

    Nachdem alte #Geologieprofessoren die Aufteilung des #Meeresbodens in der #Arktis "#wissenschaftlich" begründeten(ein hannoverscher sponsorte mit den Gewinnen ein #Immobilienunternehmen), ist jetzt der #Weltraum dran. Dazu diente nämlich die #Raumfahrt der Milliardäre? Fickteuch. Ip

     

     

  • Raser sein geht leider auch ohne Auto #Hannover. #Wochenende #Radfahren lebensgefährlich. Die Herren der Schöpfung rasen wie die gesengten Säue. Vor allem an den Ab-+Einbiegestellen der Brücken, z. B. an der Bastion sind auch Fussgaenger extrem gefährdet... Mit viel Plastikeinfuellungen unter den neuen Radwegen werden die #Raser von der Kommune begünstigt
     
     
     
  • Öffentliche Gebäude müssen künftig immer in öffentlicher Hand gebaut werden

    Anlässlich der nun mit vier Jahren Verspätung endlich erfolgten Übergabe der neuen Notrufzentrale für die Region Hannover am Weidendamm erneuert der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Stadtrat, Dirk Machentanz, seine grundsätzliche Forderung, öffentliche Gebäude nicht, wie hier geschehen, in privater Trägerschaft zu erstellen.Eine direkte öffentliche Aufsicht hätte aus Machentanz Sicht so manche Fehlplanung verhindert und die Kosten unter Kontrolle gehalten. Alleine durch die Verzögerungen beim Bau seien bekanntermaßen erhebliche Zusatzkosten entstanden.„Gebäude die später fertig und dann auch noch erheblich teurer sind als ursprünglich geplant, können kein Modell für die Zukunft sein. Öffentliche Gebäude sollten grundsätzlich in öffentlicher Hand gebaut werden. Dann ist einfach mehr Kontrolle gewährleistet, als wenn man dies von renditeorientierten Unternehmen machen lässt.“ hält Machentanz fest.

    Dies ist eine Pressemitteilung, kopiert und eingefügt


  • Zwischen Ihme/Ihmezentrum/Leine/Kanal wird es knapp?

     #Hannover. harzwasserwerke.de/infoservice/ak die #Talsperren im #harz sind zu dreiviertel voll... Ip

  • Die Erde wird in eine Maschine verwandelt

    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist,dass in den Bergwerken in tausenden von Jahren entstandene #Bodenschätze "abgetrieben" werden. Auch die Wandlung eines #Embryos in 9 Monaten im Bauch der Mutter soll moeglichst beschleunigt werden. Das ist hypertrophes Kaputtmachen
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist, dass das weibliche Geschlecht in männlichen Geist umgewandelt wird. In Wirklichkeit läuft in Frauen ununterscheidbar Materie/Geist/Seele als ein einziger Vorgang ab.+wurde zur Ressource männlicher Schaffenskraefte entmachtet. 
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist,dass primitive Kriege Hochkulturen überrannt haben. Durch Abstraktion (von der Einheit zur Trennung),Leugnung, Beschleunigung+Zerstörung wird die freundlich liebende Verbundenheit als Zyklus alles Seienden dichotomisiert
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise, ist, dass Männer durch #Züchtung von Menschen ohne Geburt aus dem weiblichen Leib ohne Mütter #Vater werden wollen. Aber das Leben kommt aus den Frauen +der aeusseren Natur. #Materie wird unterworfen+ist nur noch Quantität
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist, dass Gentechnik, Atomspaltung, Krieg die natürlichen Lebensgrundlagen durch künstliche zu ersetzen versucht, nach dem Motto"Wir Männer sind die Besseren",machen alles besser.Wir können aber nicht ohne Natur existieren.
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist,dass die Erde in eine Maschine verwandelt wird. Durch Abschaffung der Natur+der Mutter wird unnatürliche Herrschaft legitimiert. Es findet eine Verkehrung im Kopf,Handeln,Fühlen,Wollen statt.Weisheiten werden umdefiniert
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der #Krise ist,dass nicht akzeptiert wird,was von sich aus da ist, dass wir empfindsame Wesen sind. #Burnout entsteht, weil die Menschen nichts Vernünftiges schaffen dürfen. Die Leute haben ihre Seele verloren. Natur wird abgeschafft. 
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist der Verlust von Vielfalt,die der Mensch im Matriarchat findet.Dort unterdrückt niemand den anderen. Im Patriarchat muss der Mensch umgemodelt werden,umgepolt, eingestampft +neu geschaffen für eine miserable Gesellschaft
    #Patriarchat.Claudia v.Werlhof:Der wahre Kern der Krise ist die Zerstörung der Schöpfung durch die Herren Kriegsfuehrer.Sie haben aus der angeblich wertlosen+totenNatur ein Geschäft gemacht.Der moderne Ökonom schafft aus abgeholztem Baum "Wert",dabei ist der lebende Baum wertvoll. 

  • Kleine Historie des trauten Heims...
    Home - sweet home? 

    #Patriarchat. Es gibt Sachen, die gibt's gar nicht. Oder doch?
    Habe das Konvolut "At Home"  von der #Randomhouse-Group schon länger zur Rezension liegen und erst jetzt hineingeschaut. Was Bill Bryson (www.billbryson.co.uk) da als "Short History of private life" zusammengetragen hat, wie Dienstboten geschlagen, die Frauen routinemäßig vergewaltigt, und auch getötet wurden, wirft ein Schlaglicht aufs sogenannte "Daheim" als das eigentliche Schlachtfeld des Mannes.
    Diese Buchseite zeigt Hanna Culwick, als 8jährige bis zu ihrem 65.Lebensjahr "Angestellte" von Arthur Munby, ihrem fotografierenden Chef, der sie heimlich heiratete. Wenn Besuch kam, schlief sie in der Küche, sonst im Ehebett. Von 7 Uhr bis in die Nacht schuftete Hanna Culwick täglich im Dreck, schaffte es aber dennoch, im Gegensatz zu den meisten Hausangestellten, 40 Jahre lang Tagebuch zu führen. Danke dafür, im Namen aller Frauen. Ip
    My home is my castle? Beachtet die verschlossene Kette um ihren Hals. 


  • Alles träumt vom Urlaub unter Palmen?
    „Es wandelt niemand ungestraft unter Palmen“ heißt es in Goethes Wahlverwandtschaften. Keiner ist nach dem Aufenthalt in der Fremde mehr der, der er war.
    Vor allem dann nicht, wenn er beginnt, sich für diese schönen Pflanzen zu interessieren…
    Befragte vor Jahr und Tag den Fachmann für aride Gebiete und Palmologen Günter Kunkel, Almeria, dem aufgrund fehlender akademischer Titel die Leitung des Botanischen Gartens von La Orotava, Teneriffa, verwehrt blieb, der mir aber im allseitigen Einverständnis kostenlos ein Interview mit Carl Friedrich Piepenburg zum Thema zur Verfügung stellte.
    „Palmen gehören seit prähistorischer Zeit zu den ältesten Pflanzengattungen dieser Erde. Sie sind viel mehr als nur romantischer Vordergrund für Urlaubsfotos. 
    Die Palme ist mit Gräsern enger verwandt als mit Bäumen. 
    Palmen und Gräser sind die größten Ernährer des Menschen. Palmen mit ihren Inhaltsstoffen an Kohlenhydraten und Fetten liefern alles, was der Mensch wirklich braucht. Millionen Menschen leben von Palmfrüchten, -säften und –mark, uns als Sago bekannt.

    Zwar ist der Palmenstamm kein richtiges Holz, aber er ist zum Häuserbau trotzdem bestens geeignet. Er ist so zäh wie ein dickes Bündel isolierter Stahlkabel. Die Fasersubstanz kann zur Herstellung von Papier benutzt werden, die Blattstiele eignen sich als Dachsparren. Pettigrohr, ein Palmprodukt, ist bekanntlich für Flechtwerk von Stühlen, Tischen und Bänken ebenso gut geeignet wie unsere gute alte Weide.

    Und was lässt sich nicht alles aus Kokosnüssen machen! Fast alle roten Teppiche, die für die Prominenten dieser Welt ausgerollt werden, sind aus Kokosfasern, der „Wolle“, in der die Kokosnuss verpackt ist.

    Es ist schon etwas dran, dass Alexander von Humboldt einst die Palmen zu Königinnen des Pflanzenreiches ernannte. 
    Palmen treten von Natur aus einzeln auf. Es gab sie schon, als es Klatschmohn, Sonnenblume und Trauerbirke noch nicht gab. Die Palme hat es nicht nötig, wie eine luxuriöse Blüte zu wirken, sie wirkt als Gesamterscheinung.
     Jedes Jahr legt das Gewebe, das wir Holz nennen, ringsum eine Schicht zu. Sie bildet in ihrer Jugend erst die Stammdicke, ca. einen Meter in 10 Jahren. Dann erst geht es mit jedem Wedel in die Höhe, bei gleichem Durchmesser. Das Alter einer Palme ist daher nur an ihrer Höhe einigermaßen bestimmbar. Bei den meisten bekannten Art ist mit etwa 30 Metern das Ende erreicht. Was rings um Mittelmeer wächst, vornehmlich Phoenix dactylifera und Phoenix canariensis, also Dattel- und Kanarenpalme, wird im günstigsten Fall 150 Jahre alt.
    Kunkel ist auf den Kanaren „auf die Palme“ gegangen, um gegen Verpflanzaktionen zu kämpfen. Sie wurden einfach aus dem Boden gerissen und in den neuen Fremdenverkehrszentren eingegraben. Die Wurzeln konnten nicht abtrocknen, deshalb verfaulten sie von unten her.
    Wenn Sie vor irgendeiner Feriensiedlung oder einem Hotelneubau verdorrte Palmen sehen, können Sie sicher sein, dass Sie auch als Urlaubgast schlecht behandelt werden.

    Hab noch ein schönes Zitat (ip) : There is something extraordinarily touching and beautiful to see palm trees, black against the burning sky, among the rice fields; it was not that the scene was romantic or sentimental or picture post-cardish; probably it was all this but there was an intensity and a sweeping dignity and delight in the earth itself. (Mystiker Jiddu Krishnamurti) 



  • Warum gilt das nicht für die #Massentierhaltung? welch eine Heuchelei

    § 2 Tierschutzgesetz:

    „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnisse entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden, muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“


  • Architektin Ina Djuren, die vor Jahren zu einem Kongress in Hannover in meinem Gästehaus war, berichtet aus dem Hochinzidenzgebiet Fidschi-Inseln
    Das ist leider wahr. Wäre Fidschi nicht so klein (knapp unter 1 Mio. Einwohner) würden wir die Schlagzeilen wohl anführen.
    Mehr als 365 Tage waren wir coronafrei. Seit mehr als 365 Tagen leben wir mit für Touristen geschlossenen Grenzen - für ein Entwicklungsland, das vom Tourismus lebt ein wirtschaftlicher Totalschaden.
    Problem: Die Delta-Variante erlaubt keine Fehler, und Protokolle, die Fidschi lange geschützt haben, funktionieren nicht mehr.
    860 Neuinfektionen innerhalb von 24h wurden gestern gemeldet - und die Zahlen steigen weiter.
    Die Situation im Sperrgebiet rund um die Hauptstadt ist außer Kontrolle. Es wird auf's Impfen gehofft. Die Außeninseln sind von der Hauptinsel abgeschottet und weitestgehend coronafrei.
    Mehr als 50% der Bevölkerung sind inzwischen einfach geimpft, gute 10% zweifach. Aber Impfgegner haben ein einfaches Spiel und die Angst vor den Auswirkungen der Impfung sind inzwischen groß. Das Ganze in einem Land, in dem die medizinische Versorgung nicht gut genug ist und ein Großteil der Bevölkerung Vorerkrankungen hat.

    -----
    Wir leben auf einer der Außeninseln und sind seit 2,5 Wochen zweifach geimpft. Größere Menschenversammlungen sind nicht erlaubt, neben Maskenpflicht in der Stadt werden unsere Daten erstmalig beim Verlassen des Dorfes erfasst. Ansonsten leben wir so, wie wir es gewohnt sind. Im Osten Fidschi's hängt man nicht so sehr am Tourismus. Wir hoffen, dass der Virus nicht zu uns rüberschwappt.

  • Erlebnisse mit dem #Frauenhaus.

     #Hannover.

    Wie ging das Hornberger Schießen nochmal aus?

    Bin wieder zuhaus.

    Ersteinmal.

    Mein Fall hat einen sehr hohen Unterhaltungswert. Man klatscht sich auf die Schenkel. Der Schaden. Der Spott.

    So eine geht doch nicht ins Frauenhaus.

    Stimmt, bin wieder zuhaus.

    Ersteinmal. Obwohl ich hier auch nicht mehr sein kann.

    Der Taxifahrer auf dem Weg zu einem von der Taxizentrale angegebenen Frauenhaus in der Oststadt ist Moslem. Er erläutert mir die Schwierigkeiten moslemischer Paare, deren hunderte Jahre alte Gesetze, eine ungehorsame Frau dürfe geschlagen werden, ähnlich wie die Mehrfrauenehe für Männer, nicht mehr so recht in die Zeit passe. Man sei heute beidseitig sehr abhängig voneinander, finanziell wie auch seelisch. Und das mache Angst.

    Sage: „Angst rechtfertigt aber keine Gewalt“.

    Das Frauenwohnheim am Weiße Kreuzplatz tönt über Sprechanlage, sie seien ein psychiatrisches Wohnheim, man müsse erst zum sozialpsychiatrischen Dienst.

    Der Taxifahrer: „Ich bin erstaunt, wieviel Bedarf da besteht.“ Sage: „Dort vermutlich für Drogenabhängige und Prostituierte.“

    Er sucht eine Frauenhaus-Notaufnahmerufnummer 0800 7708077 aus dem Internet heraus und reicht sein Handy herüber auf den Rücksitz. 

    Soll denen telefonisch den Fall schildern: Wurde die Polizei gerufen? „Ja, aber von da tut sich seit Tagen nichts.“ Wie ist Ihr Name? Wir können Sie nur ein paar Tage aufnehmen, eventuell müssten Sie auch in eine andere Stadt. Sage: „Macht nichts“. Und plötzlich kommt: „Wir sind voll. Rufen Sie Montag nochmal an, wir haben nichts frei.“ „Ab Montag dann?“. „Vielleicht.“ (es ist halt Samstag, Wochenende, das Büro nicht besetzt?)

    Mein Fahrer: „Soll ich Sie in ein Hotel bringen?“ Nee, erstmal wieder zurück, überlegen, ob man sich wirklich Verhören aussetzen will oder ob man lieber standhaltend der Gefahr weiter ins Auge blickt.

    Flüchten ist gar nicht so einfach, scheint mir.

    Großes Getöse, wie es die Frauenhäuser, Bestärkungsstelle oder der Opferschutz des Justizministeriums vorführen, versandet im Nichts. Der Fahrer bekommt 20 € und quittiert.

    Die schreibt darüber, klingt mir die Frauenfeindschaft sofort in den Ohren. Derweil gehen wieder die Jurist*innen mit ihren Hunden in Dänemark am Strand spazieren? ip

     

  • Weltausstellung Expo 2000 in Hannover war "not easy" – aber der Organisations-Schaden immens

     Eine kleine Rückblende von Ingeburg Peters

    #Hannover. Als der ehemalige Oberbürgermeister Schmalstieg kürzlich beim Seniorenservice seine Verdienste an der #Weltausstellung #Expo2000 schilderte, kam mir das gesamte Desaster wieder in den Sinn.

    Nachdem eine Bürgerbefragung, wie das meist so ist, nur eine knappe Mehrheit etwas über 50% für die Ausrichtung der Expo erbracht hatte, wurden die Steuerzahler letztendlich ausgelaugt bis auf die Knochen.

    Denn es gab anfangs kaum Besucher der Expo. Die fantastischen Künstler:innen aus aller Welt traten vor leeren Stühlen auf, sodass einer das Herz vor Scham über Hannover blutete.

    Woran das lag? 

     


    Vor allem ersteinmal an #easyroom, der offiziellen Zimmervermittlung der Stadt Hannover, die als Folge meiner Berichterstattung (später HAZ) zu spät aufgelöst wurde.

    Während die fleißigen Bienen im Tourismus-Center der Region private Einzelzimmer für 75 € anboten, und sich vor Zulauf nicht retten konnten, mit Stornierungkosten von nur 20 €, sollte der Gast bei Easyroom für dasselbe Zimmer 155,62 zahlen, musste die Übernachtungen sofort bei der Buchung bezahlen, selbst wenn er erst in zwei Monaten anreisen würde.

    Wählte man danach die Rufnummer 02000 bekam man Auskünfte über wochenlanges „Ausgebucht“ oder dass ein Hotelzimmer 500 € koste. Unzählige mögliche Besucher blieben deshalb zuhause, während die Expo gleichzeitig Unsummen für die Werbung ausgab…

    Die Jungs im TourismusCenter am Bahnhof erzählten diese Zusammenhänge der Hannoverschen Allgemeinen, mit dem Ergebnis, kurze Zeit später gekündigt zu werden, weil Auskünfte nur von ihrer Chefin hätten geleistet werden dürfen. Ich lud sie dann noch zu einem netten Trostessen in mein Hinterhaus ein.

    Die Eintrittspreise der #Expo2000 wurden nun umgehend radikal gesenkt, am liebsten wäre den Veranstaltern gratis gewesen, Hauptsache, die #Jahrhundertblamage würde verhindert. Und wer bezahlte das alles – wir.

    Es war einmal ein Traum von Völkerverständigung :

    Im Expo-"Passport" hieß Generalkommissarin Birgit Breuel zur 26.Weltausstellung willkommen.




    https://photos.app.goo.gl/uXhk2RgYB9aHFzfp7 Breuel mit Nina Hagen kurz vor der Eröffnung. Ipfoto

    Die Stempel im einzelnen:

  • Mein regionaler analoger Alltag in Journalismus und Performance, bevor Twitter & Co. aufkamen

    Erst nachdem ich über das dem Brandschatzen freigegebene Mädchenhaus der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule in Hannover-Ahlem berichtet hatte, begann ein sagenhafter Aufstieg der Gedenkstätte dort. 

    Die Schöpfungshoehe war erreicht bei meinem Vorschlag zur Beleuchtung des Heizkraftwerks #Hannover an den Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke "enercity" ... 
    #Hannover.Zum #Ihmezentrum sagich nichts mehr,gibt's da noch etwas zu sagen?Diese fröhliche Runde dortselbst beim einjährigen Bestehen mit den Geschäftsführer:innen von ottowerner, weipert, Ehrenberger, teppichschulz ist reine Nostalgie. Hatte Wettbewerbe gewonnen+mich engagiert

    Meine Initiierung Reformschule Goetheplatz, hier Üstrabesuch. Zuvor den Kinderladen Glocksee-Strolche aus der Kifferecke geholt. 
    Spende beim OB abgeben mit Dipl. Kaufmann Korittki
    0
    Mallorca-Exkursion mit AusdrucksTänzerin Manja Chmiel

    Besichtigung Lachs-Raeucherei in Norwegen mit Kollegin Vera Koenig u. a.
     

    Bleiberecht für Kosovo-Gefluechtete erwirken mit Politiker Wolfgang Juettner 

    Haute Couture in Paris aufgrund meiner Freundschaft mit der Galeristin Maria Marghescu und dem Maler Alexandre Hollan, Edler von Kisloed. 

    Gründung der Insel-Zeitung Lanzarote, damals leider noch
    in Kooperation mit einem einheimischen Verlag Pflicht,
    der sie dann aus urheberrechtlichen Gründen
     in "Rundschau" umbenannte. Einsatz für den
    Naturschutz der Salinen von Janubio. 
    Beachtet in der englischen Ausgabe
    die Verballhornung "Proprietrix",
    Frauen darf mann weltweit
    um keinen Preis hochkommen lassen... Ip

    Und wo ich nun schonmal dabei bin: das allerwichtigste zuletzt.
    Der Familie des damaligen Bundeskanzlers
    im #KaiserWilhelmRatsgymnasium und anderswo
    meine Zeitung in den Weg gelegt,
    nicht am #Irakkrieg teilzunehmen.
    Mangels innenpolitischer Erfolge ergriff
    Kanzler Schröder die Chance. 




Ich = Ich + Du

Ich = Ich + Du

Jedes private Besitztum ist mit einer sozialen Hypothek belegt…

 

Von Unica Peters

 

Die hispanische Befreiungstheologin und Feministin Ada María Isasi-Díaz über „Solidarity – The Social Contract of the 21st Century“.

Prof. Isasi-Díaz verdeutlicht anhand der Leitwerte der französischen Revolution –liberté, égalité, fraternité die Notwendigkeit von Solidarität.

Der auf das Prinzip der Solidarität verweisende Wert der Brüderlichkeit ist laut Isasi-Díaz als einziger der drei Begriffe in unserer westlichen Welt nicht als Gesetz kodifiziert worden. Dabei ist Solidarität in Zeiten der Globalisierung unabdingbar, um Gerechtigkeit zu erreichen. Verstanden ist Solidarität hier als gemeinsame Verantwortung und gemeinsame Interessen. Bedürftige und Besitzende sind intrinsisch miteinander verbunden; Menschen sind soziale Wesen.

Wir gehen moralisch und auch wirtschaftlich zugrunde, wenn wir uns von den Menschen der „Dritten Welt“ nicht zum Nachdenken über unseren Lebensstandard herausfordern lassen. Zu ihnen stehen wir in einem beidseitigen Abhängigkeits-Verhältnis.

Wir tragen Verantwortung füreinander und haben Anspruch auf gegenseitige Unterstützung. Deswegen geht Solidarität ihrer Struktur nach deutlich über Wohltätigkeit hinaus, auch wenn Letztere nichts Schlechtes ist.

Solidarität bedeutet nicht, zu applaudieren, wenn Unterdrückte

für ihre Rechte kämpfen. Solidarität bedeutet, sich den kritischen

Anfragen und den Forderungen nach Unterstützung, mit denen

sie sich an uns Privilegierte wenden, zu stellen.

Dass die Armen und Schwachen dieser Welt solche Erwartungen

und Wünsche haben, beschrieb Ada María Isasi-Díaz am Beispiel

einiger katholischer Nonnen in einem ländlichen Teil Südamerikas,

die sie auf einer Reise besuchte.

Kurz vor der Abfahrt berichteten die Frauen, ihnen fehlten die Mittel,

um ihre jungen Schutzbefohlenen für die Schule auszurüsten.

Sie begnügten sich nicht damit, für ihr Engagement gelobt zu werden,

sondern sie baten Frau Isasi-Díaz, ihre persönlichen Möglichkeiten

der Unterstützung auszuschöpfen. Daraus wurde ein Spendenappell,

der einige Mittel einbrachte.

Das Entscheidende an der Situation war die gleichberechtigte Begegnung.

Spenden zu sammeln oder Protestbriefe zu schreiben ist kein Akt der

Güte und Muße, sondern das Eingeständnis, mit dem Rest der Welt verbunden zu sein.

Unser Ich ist nicht vollständig ohne ein Du.

Ohne unser Gegenüber sind wir nicht wir selbst.

Arme und unterdrückte Menschen existieren nicht unabhängig

von unserer Situation. Weil wir wir sind, sind sie sie.

Dabei gilt zu bedenken, dass Armut ein politisches Problem ist.

Wir haben uns unsere Privilegien nicht mit eigener Hand genommen.

Aber um wir selbst zu sein und uns selbst zu erkennen, müssen wir

uns unserer privilegierten Lebensumstände bewusst werden und

die Konsequenz daraus ziehen:

Wir sind moralisch dazu verpflichtet, Verantwortung für unseren

Reichtum zu übernehmen und uns für die Anliegen der Armen zu öffnen.

Die „Occupy“-Bewegung in den USA etwa hat die Diskussion über

den Kapitalismus verändert, und Frau Isasi-Díaz sympathisiert

mit der Idee einer „Occupy Faith“-Bewegung, die eine ähnliche

Gesellschaftskritik zugunsten eines fairen Miteinanders ins

Zentrum des christlichen Glaubens stellt.

Dem neoliberalen Trend der Privatisierung stellt sich

zum Beispiel die US-Finanzexpertin Elizabeth Warren entgegen,

die auch eine 2010 von Präsident Barack Obama bewilligte

Verbraucherschutzbehörde für Finanzprodukte durchsetzte.

Schließlich fahren auch Millionäre, die sich aufgrund ihrer

finanziellen Mittel als über staatliche Versorgungssysteme

erhaben fühlen, auf Straßen, die mit Steuergeldern finanziert wurden.

Frau Isasi-Díaz erwähnte in diesem Zusammenhang auch die

Äußerung Johannes Paul des II., jedes private Besitztum sei mit einer sozialen Hypothek belegt.

Wie soll nun eine Befreiung aussehen?

Eine gesunde, solidarische (Welt-)gesellschaft zeichnet sich

für die Vortragende aus durch „fullness of life“.

Dies entspricht dem, was Indigene in Südamerika unter

el buen vivir verstehen: Gut (als Adverb verstanden!) zu leben

bedeutet demnach, dass Menschen, Gemeinschaften und

die Natur in Harmonie leben, einander respektieren und keine Gewinne

auf Kosten der anderen Mitglieder der Gemeinschaft anstreben.

Auch im Königreich Bhutan setzt man dem Gewinnstreben

andere Werte entgehen: statt dem Bruttosozialprodukt

ist hier das aus vier Säulen und acht Indexen basierende Prinzip des

„Bruttosozialglücks“ Maßstab für Glück und Zufriedenheit.

Das Beispiel des nach westlichen Maßstäben wirtschaftlich

unter­entwickelten Königreichs Bhutan wirft außerdem

die Frage nach Sinn und Ziel von Entwicklungspolitik,

und Entwicklungszusammenarbeit als Alternative, auf.

Martha Nussbaum, Philosophin und Professorin

für Rechtswissenschaften und Ethik an der University of Chicago,

entwickelte in diesem Bereich in den 1980er Jahren gemeinsam

mit Amartya Sen den „Fähigkeiten-Ansatz“,

der Fähigkeiten (im Sinne von substantiellen Freiheiten wie einem

langen Leben, Beteiligung an wirtschaftlichen Transaktionen

und politischer Teilhabe) als konstitutive Bestandteile

von Entwicklung ansieht und Armut als Entzug von Fähigkeiten definiert.

Die von Isasi-Díaz aufgegriffenen Themen zeigen,

dass Solidarität auf der Ebene der Werte und Maßstäbe ansetzen muss.

Solidarität entsteht und wird notwendig, weil wir soziale Wesen sind.

Sie ist ein menschlicher, kein allein christlicher Wert.

Die anfangs erwähnte, beidseitige Beziehung zwischen

Angehörigen der Ersten und der Dritten Welt braucht

keine Intimität oder Vertrautheit, um funktionieren zu können.

Auch aus Gebieten, die weit von uns entfernt sind, erreichen

uns Botschaften, Ansprüche und Erwartungen.

Wir wissen um die Verknüpfungen unseres Wohlstandes

mit der Armut in der Welt. Wenn wir unserer Verantwortung

gerecht werden wollen, können wir

keinen „individuellen“ Weg gehen und uns

der beidseitigen Beziehung entziehen.

Aber auch in unterprivilegierten Gruppen entsteht

Solidarität nicht automatisch. Isasi-Díaz berichtete

hier von Latinas in den USA, die sich aufopfern,

um ihren Kindern den Besuch Oberschule oder

sogar der Universität zu ermöglichen.

Die nun gebildeteren Kinder schämen sich oft

für die Einfachheit ihrer Mütter, anstatt ihnen dankbar zu sein.

Als Einwanderer zweiter Generation meinen sie,

sich in die Erste Welt einkaufen und anpassen zu müssen.

Häufig entwickeln sie erst mit Heirat und Familiengründung

ein Bewusstsein dafür, dass ihre eigene Stellung

auf der Unterstützung der Müttergeneration beruht.

Im Sinne der Solidarität wäre es für diese jungen Amerikaner wichtig,

sich weiterhin in ihrer Herkunftsgemeinschaft verwurzelt zu sehen

und zu versuchen, dieses Prinzip der gegenseitigen Hilfe in ihrem

neuen gesellschaftlichen Umfeld zu etablieren.

 

Natürlich können wir nicht in allen Lebensbereichen gleichermaßen

Verantwortung für unsere Privilegien übernehmen und uns

solidarisch mit den sozial und wirtschaftlich Unterdrückten zeigen.

Aber wir können Schwerpunkte in einigen Bereichen setzen.

Auch unser Leben im materiellen Sinn zu vereinfachen kann helfen,

das „wir“ zu entdecken.

An dieser Stelle kommt eine wichtige Frage auf: Wie sollen

wir mit den Unterdrückern, den Reichen, umgehen?

Frau Isasi-Díaz stimmt zu, dass dies ein heikler Punkt sei.

Sie wies darauf hin, dass es auch unter den Superreichen Menschen gibt,

die sich in der Verantwortung sehen, etwa Warren Buffet und Bill und Melinda Gates,

die seit Jahren nicht nur die Zinsen, sondern auch die Substanz

ihres Vermögen in private Wohltätigkeitsstiftungen investieren.

Generell wird es aber wohl schwer sein, den Superreichen zu vermitteln,

dass sie den Rest der Gesellschaft (also sowohl uns als Mittelschicht,

als auch die Ärmsten) brauchen.

Ada María Isasi-Díaz bezeichnet sich denn auch ganz offen

als historische Utopistin, die fest an das „Wir“-Gefühl glaubt, weil sie es z.B. in indigenen Gemeinschaften erlebt hat.

Ada María Isasi-Díaz ist Prof. em. für Ethik und Theologie

an der Drew University, New Jersey.

Kontakt: aisasidi@drew.edu.

Homepage: http://users.drew.edu/aisasidi/.

Ihr neues Buch, das die im Vortrag vorgestellten Ideen entwickelt,

wird 2013 unter dem Titel Justicia:

A Reconciliatory Praxis of Care and Tenderness bei der Fortress Press erscheinen.


[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Conacami, Abschnitt „Mission and Vision“,

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigreich_Bhutan,

Abschnitt „Wirtschaftliches Gefälle“, abgerufen ab 10.01.12.

Berichte über Bhutan gibt es laut Isasi-Díaz regelmäßig auf aljazeera.com.

[4] http://en.wikipedia.org/wiki/Martha_Nussbaum, Abschnitt „The Capability approach“,

Frau Isasi-Díaz empfiehlt hierzu auch Nussbaums 2000

bei der Cambridge University Press erschienenes Buch Women and Human Development.

Interview mit Klaus Theweleit über Elternzeit

Die Quadratur des Kreises:
Wenn die Eltern
gemeinsam arbeiten und erziehen…

 

Es herrscht eine große Unlust unter den jungen Leuten, Kinder zu bekommen. Immer mehr potentielle Eltern trauen sich Kindererziehung überhaupt nicht mehr zu und haben Angst vor beruflichen und finanziellen Einschränkungen. Einen der Nestoren in Sachen Gleichberechtigung, Klaus Theweleit, Verfasser des  Buches “Männerphantasien” über die männliche Eroberungskultur (Piper-Verlag), der kürzlich einen viel beachteten Vortrag mit anschließender Diskussion in Hannover dazu hielt, befragte ich dazu, wie Monika Theweleit und er ihr Familienleben gestaltet haben.
Als neueres Beispiel gleichberechtigter Kindererziehung dient ja auch Arbeitsministerin von der Leyen mit 7 Kindern und mithelfendem Mann. Zum Schluss Informationen ihres Ministeriums dazu.

Ingeburg Peters: Wie hat sich der Rollentausch über die Jahrzehnte hin auf Ihre Beziehung ausgewirkt?
Theweleit: „Rollentausch” ist nicht ganz richtig. Es handelt(e) sich um Arbeitsteilung. Meine Frau hat halbtags in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet, vormittags. Ich bin mit Sohn zu Hause geblieben und habe, so weit immer möglich, an meiner Dissertation gearbeitet. Regel dabei: das Kind geht vor.

Einer war immer für die Kinder da

Mittags habe ich gekocht; und das auch so beibehalten, als die Kinder (ein weiteres war dazugekommen) im Kindergarten und in der Schule waren. Nachmittags, wenn meine Frau zu Hause war, konnte ich die nötigen Bibliotheks-Besuche machen, Kopieren etc. oder auch mit den Kindern ins Schwimmbad gehen oder ähnliches. So war (mindestens) einer von uns immer für die Kinder da, manchmal auch beide. Seit die Kinder in Kindergarten bzw. Schule waren, lag meine tägliche sichere Zeit fürs Arbeiten zwischen morgens 8 Uhr (wenn alle aus dem Haus waren) und ca. 12 Uhr 30, wenn es Zeit fürs Kochen wurde. – wenn nicht eins der Kinder krank war und Arztbesuche anstanden. An den Wochenenden hat meine Frau überwiegend gekocht. Ich konnte etwas länger am Stück arbeiten. Abends dann meistens Besuche, Freunde, Kino oder ähnliches. Keine für abends eingeplante Arbeitszeit.

Zeiträume

diszipliniert nutzen

Diese Aufteilung der Arbeit mit den Kindern, Bringen zum und Abholen vom Kindergarten, Elternabende in der Schule, Anschauen der Hausaufgaben, Lernen mit den Kindern, wenn nötig, Kontakte mit anderen Eltern und den Freunden der Kinder,  und was sonst alles noch dazu gehört, haben wir 25 Jahre lang so praktiziert, dass größere Konflikte nicht entstanden. Ende der 70er Jahre begann meine Frau eine Ausbildung zur Psychoanalytikerin (DPV); das schloss eine mehrjährige Lehranalyse und abendliche Seminare ein; ich war dann zu Hause, was mir nicht sehr schwer fiel, da ich bis zu meinem 30. Lebensjahr so gut wie jeden Abend auswärts, in der Kneipe oder mit Freunden und Genossen verbracht habe; mein Bedarf in dieser Hinsicht also einigermaßen gedeckt war.
Weder hat die berufliche Weiterbildung meiner Frau, noch hat die Weiterentwicklung meines Schreibens unter den Arbeitsansprüchen des jeweils anderen gelitten.

Beide hatten ihre eigenen Bereiche

Eher im Gegenteil: zwar ist es unserer Meinung nach für eine solche funktionierende Arbeitsteilung unerlässlich, dass jede(r) seinen eigenen Bereich hat; die eigenen Kontakte und Freundschaften im eigenen Arbeitsbereich, wo der andere nichts hineinzureden hat.
Peters: Dennoch sind Sie der berühmtere Ehepartner geworden.
Theweleit: Im Lauf der 80er hat meine Frau neben der Kliniktätigkeit in eigener psychoanalytischer Praxis zu arbeiten begonnen; seit ca. 10 Jahren arbeitet sie nur noch selbstständig in ihrer Praxis. Umso schöner ist diese wechselseitige Selbstständigkeit, wenn beide Bereiche sich zusätzlich berühren bzw. überschneiden. So hat mein Schreiben, da zu großen Teilen psychoanalytisch ausgerichtet, immer von der Arbeit und den Kenntnissen meiner Frau profitiert. Konkret: sie ist die erste Leserin und Kritikerin der meisten meiner Texte (abgesehen von kleineren journalistischen Arbeiten, die manchmal auch so rausgehen). Während sie ebenso an den Weiterungen meiner Arbeit, besonders in den Kunstbereichen, partizipiert. Womit die Frage der „Berühmtheit” angegangen wäre. Ich habe in meinen Büchern immer betont, dass meine spezifische Art zu Schreiben als ein Koprodukt aus unserer Art der Beziehung, nicht nur der intellektuellen, angesehen werden soll. Die Beziehung zu den Kindern eingeschlossen und die zu den Freunden auch (was manche Leser meiner Bücher „nervt” – wozu immer die Erwähnung dieser Monika da; andere aber entsprechend anspricht). Denn: natürlich sind wir seit den frühen 70ern vorwiegend mit Leuten in Berührung (wenn auch seit Mitte der 80er nicht mehr in WG-artigen Wohnformen), die ein ähnliches Lebensmodell zu leben versuchen; also auf der Grundlage möglichster Gleichheit zwischen allen Beteiligten. Es gibt mehr solcher Menschen als man gemeinhin denkt (bzw. als das, was die Statistiken zu denken nahelegen). Diese Menschen leben allerdings in keiner Form irgendeiner öffentlichen Publicity.

Vergnügliches Lernen mit Kindern

Andererseits: mich hat es immer gewundert, dass nicht mehr Männer die Arbeit mit ihren Frauen entsprechend teilen. Es geht ja gar nicht darum, dass ein Teil für den anderen sein „öffentliches Leben” total aufgibt; es geht durchaus für beide (auf den Pferdefuß komme ich gleich). Es sind auch nicht primär die beruflichen (angeblichen) Karrierehindernisse. Es sieht vielmehr so aus, dass ein Großteil der Männer seine etwas blöden Gratifikationen aus den jeweiligen Männerclubs, Sportclubs, Saufclubs, Raufclubs nicht aufgeben will – aus Angst, eine nähere Arbeits- und Lebensbeziehung zu ihren Frauen würde ihnen nichts Gleichwertiges bieten; so dass sie vor ihrer Männerhorde als irgendwie in ihrer Freiheit Beschnittene dastehen würden. Das hält Mann bei uns schlecht aus – und gibt sich mit den dürftigen (und oft auch konkurrenten und sehr neidischen) Pseudogratifikationen des allgemeinen Kerle-Vereins zufrieden. Tragisch (denn Männer sind in aller Regel nicht sehr freundlich untereinander)! Ihnen entgeht eine Menge, wovon sie nichts ahnen; besonders im engen Umgang mit Kindern, der für mich immer eine Quelle ständigen Lernens war; eines vergnüglichen Lernens.

Der Pferdefuß ist

die schlechte Rente

Der Pferdefuß? Nicht die Ungleichheit im »öffentlichen Bekanntsein«. Darauf war meine Frau nie scharf. Und ich reiße mich nicht um Talkshows. Der Nachteil liegt im Finanziellen. Halbtagsarbeit in der Klinik bedeutet: halbe Rente. Nicht bis 65 dort durchgearbeitet zu haben bedeutet: weitere Rentenminderung. Und Leben als Schriftsteller mit Künstlersozialkasse bedeutet: Rentenbeiträge auf unterster Stufe.
Von der Alterssicherung war bisher die Arbeitsteilung in der Kindererziehung in den meisten Fällen nachteilig, von der Arbeitsform her aber bestens.

 

Und hier der
neueste Stand der Rechtslage

Zur Berücksichtigung von

Kindererziehungszeiten

in der Rentenversicherung:

Zeiten der Kindererziehung nach § 56 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) führen für Mütter und Väter in der gesetzlichen Rentenversicherung zur Versicherungspflicht. Die Rentenbeiträge dafür werden nicht vom Versicherungspflichtigen, sondern vom Bund gezahlt.
Diese Zeiten wirken rentenbegründend und rentensteigernd wie Pflichtbeitragszeiten aufgrund einer Erwerbstätigkeit. Bei Geburten vor 1992 umfasst die Kindererziehungszeit ein Jahr, bei Geburten ab 1992 beträgt sie drei Jahre. Sie werden mit 100 Prozent des Durchschnittsentgeltes aller Versicherten im jeweiligen Erziehungsjahr bewertet.
Die Zeiten der Kindererziehung können selbst dann angerechnet werden, wenn die Eltern während dieser Zeit einem anderen Alterssicherungssystem angehört haben. Voraussetzung ist jedoch, dass sie in dem anderen Alterssicherungssystem nicht annähernd gleich berücksichtigt werden wie in der gesetzlichen Rentenversicherung. Von dieser neuen Regelung profitieren vor allem Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen.
Anmerkung der Redaktion: Berufsständische Versorgung im engeren Sinne ist die auf einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft beruhende Altersversorgung für kammerfähige freie Berufe (Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater beziehungsweise Steuerbevollmächtigte, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte sowie Psychologische Psychotherapeuten  und Ingenieure).
Die Kindererziehungszeit wird nur einem Elternteil zugeordnet – demjenigen, der das Kind überwiegend erzogen hat. Erziehen die Eltern ihr Kind gemeinsam, ohne dass der Erziehungsanteil eines Elternteils überwiegt, erhält grundsätzlich die Mutter die Kindererziehungszeit. Soll der Vater die Kindererziehungszeit erhalten, obwohl er das Kind nicht überwiegend erzieht, müssen sie für die Zukunft eine übereinstimmende gemeinsame Erklärung abgeben. Diese Erklärung kann auch rückwirkend, höchstens jedoch für zwei Kalendermonate, abgegeben werden.
Neben Beitragszeiten wegen Kindererziehung können Eltern auch sogenannte Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung nach § 57 SGB VI erhalten. Diese erleichtern den Zugang zu einer Rente. Die Berücksichtigungszeit für Kindererziehung beginnt mit dem Tag der Geburt und endet mit dem Monat der Vollendung des zehnten Lebensjahres des Kindes.
Kinderberücksichtigungszeiten werden wie Kindererziehungszeiten nur einem Elternteil zugeordnet – demjenigen, der das Kind überwiegend erzogen hat.